Den Weihnachtszauber neu erwecken

Uelzen. - Von Thomas Mitzlaff Weihnachtsdorf, Glemme-Adventskalender und natürlich die mycity-Eisbahn – drei Attraktionen auf dem Uelzener Weihnachtszauber, mit denen man sich nicht hinter den Weihnachtsmärkten anderer Städte in der Region zu verstecken brauch. Im Gegenteil: Ein Besuch Uelzens lohnt sich auch für auswärtige Gäste. Doch damit fangen die Probleme an – denn wenn andere Medien wie der Hörfunk oder überregionale Zeitungen über das Weihnachtsangebot in der Heide berichten, ist Uelzen für viele ein weißer Fleck auf der Landkarte.

Lüneburg, Celle, Soltau, Gifhorn – nahezu jede Kreisstadt wird als besuchenswert erwähnt. Aber nicht Uelzen.

Wieder einmal eine verschenkte Chance. Denn wer die Uhlenköperstadt besucht, findet eine wunderschön beleuchtete Innenstadt, eine Vielzahl von Tannenbäumen. Da haben sich auch Geschäftsleute und Anwohner einiges einfallen lassen.

Doch der Glanz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass es immer noch besser werden kann. Denn auch wenn sich ein Konzept bewährt hat, muss immer weiter daran gefeilt werden. Eine Binsenweisheit, die man vernachlässigt hat in jüngster Zeit.

Da ist zum einen die Weitläufigkeit, die dem Besucher eher den Eindruck des Verlorenseins vermittelt. Die Eisbahn ist der Besuchermagnet schlechthin, Tausende strömen Jahr für Jahr dorthin.

Doch das wunderschöne Altdeutsche Weihnachtsdorf am anderen Ende der Innenstadt ist zu weit weg vom Geschehen. Dazwischen ein altes Rathaus mit einem Adventskalender, der auch in die Jahre gekommen ist. Und eine Budenstadt rund um die Kirche auf doch sehr bescheidenem Niveau.

Warum nicht einfach den Markt bündeln, das Altddeutsche Weihnachsdorf näher heranholen und eine sehenswerte Meile zwischen Altem Rathaus und Herzogenplatz schaffen?

Und parallel dazu entsprechende Maßstäbe auch im überregionalen Marketing setzen. Denn in welcher Stadt spricht schon einen Tag vor Heiligabend Jahr für Jahr der Ministerpräsident persönliche Worte zu den Menschen? In welcher Stadt kann man seine Schlittschuhe herausholen oder Tiere bestaunen und streicheln? Ein frischer Anstrich für den Weihnachtsmarkt 2011, das wäre ein schönes Geschenk für die Stadt.

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