Vorsorge: So gehen Sie sicher in Ihre Zukunft

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Versicherungen und Vollmachten sind wichtig für Ihre Vorsorge in gesunden Tagen. So regeln Sie wichtige Entscheidungen für sich und Ihre Familie.

Heute schon an morgen denken: Setzen Sie auf Vorsorge, damit es Ihnen und Ihrer Familie auch dann gutgeht, wenn Sie nicht mehr voll leistungsfähig sind. Denn auch in jungen Jahren kann es durch Schicksalsschläge passieren, dass Sie plötzlich nur noch eingeschränkt handeln können. Lesen Sie hier, wie Sie sich für Ihre Zukunft absichern.

Private Rentenversicherung: Finanzielles Polster im Alter

Jedes Jahr flattert er ins Haus: der Infobrief der Rentenkasse. Er zeigt Ihnen, wie hoch Ihre gesetzliche Rente ist, die Sie später bekommen. Diese Summe reicht vielen Menschen nicht, um Ihren gewohnten Lebensstandard auch im Alter noch zu genießen. Setzen Sie deshalb auf private Vorsorge – und schließen Sie Versorgungslücken. Dazu haben Sie mehrere Möglichkeiten, die Sie miteinander kombinieren können:

  • Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Seit 2002 haben Sie als Arbeitnehmer das Recht, einen Teil Ihres Gehalts oder Sonderzahlungen wie Ihr Weihnachtsgeld in eine betriebliche Altersvorsorge umzuwandeln. So bauen Sie sich eine Zusatzrente auf.
  • Private Rentenversicherung: Hierbei schließen Sie eine Zusatzversicherung ab, in die Sie regelmäßig Beiträge einzahlen. Im Ruhestand bekommen Sie dieses angelegte Geld zurück – entweder als lebenslange Rente oder als einmalige Kapitalzahlung. Tipp: Wenn Sie sich das Geld kontinuierlich auszahlen lassen wollen, vereinbaren Sie eine sogenannte Rentengarantiezeit. Dann wird die verbleibende Rente nach Ihrem Tod an Ihre Erben weitergezahlt.
  • Staatlich geförderte private Vorsorge: Auch der Staat unterstützt Sie bei Ihrer privaten Vorsorge. Die Riester-Rente lohnt sich für Menschen mit wenig Einkommen und Familie. Jährlich erhalten Sie eine Zuzahlung vom Staat. Selbstständige und Freiberufler können sich mit der Rürup-Rente absichern. Einen Teil der eingezahlten Beträge lässt sich als Sonderausgaben von der Steuer absetzen.

Viele Menschen sorgen zusätzlich vor und legen Ihr Geld zum Beispiel in Wohneigentum an. Eine abbezahlte Immobilie etwa ist eine gute Kapitalanlage, die Ihnen monatliche Mieteinnahmen garantiert.

Abgesichert durch Versicherungen

Leben ist, wenn alles anders kommt, als Sie es geplant haben. Denken Sie bei Ihrer Vorsorge auch an Situationen, in denen Sie Ihre Lieben plötzlich nicht mehr versorgen können. Etwa wegen Krankheit oder eines tödlichen Unfalls. Mit diesen Konzepten sichern Sie den Fall der Fälle ab:

  • Berufsunfähigkeitsversicherung (BU): Sie springt finanziell ein, wenn Sie aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr arbeiten können.
  • Lebensversicherung: Damit sorgen Sie für Ihre Kinder und Ihren Partner nach Ihrem Tod vor. Zudem sichern Sie als Geschäftspartner Ihre finanziellen Verpflichtungen ab. Vergleichen Sie die verschiedenen Angebote.

Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung

Verfügungen und Vollmachten sind ein wichtiger Teil Ihrer Vorsorge in gesunden Tagen. Damit bestimmen Sie, was mit Ihnen passiert, wenn Sie selbst Ihren Willen nicht mehr erklären können:

  • Patientenverfügung: Darin legen Sie schriftlich fest, ob Sie medizinische lebensverlängernde Versorgung wünschen, zeitlich begrenzen möchten oder ganz ablehnen.
  • Vorsorgevollmacht: Damit bevollmächtigen Sie eine Person Ihres Vertrauens, im Notfall alle oder bestimmte Aufgaben für Sie zu erledigen. Diese Person wird zum Vertreter Ihres Willens und entscheidet an Ihrer Stelle.
  • Betreuungsverfügung: In gesunden Tagen bestimmen Sie damit, welche Person von einem Gericht zu Ihrem Betreuer ausgewählt werden soll. Dieser Fall tritt ein, wenn Sie Ihre eigenen Angelegenheiten nicht mehr erledigen können. Sie räumt dieser Person jedoch keine Handlungsvollmacht ein. Diese darf Sie also nicht bei Rechtsgeschäften vertreten.

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