Meine Woche in Hannover von Jörg Bode

Viele Themen trotz Sommerlochs

Sommer, Sonne, Hitze … Urlaub?!? Als Wirtschafts- und Verkehrsminister von Niedersachsen beschränkt sich die freie Zeit auf wenige Tage. Diese genieße ich dann aber umso mehr. Ein Segel-ausflug auf der Ostsee bietet mir ebenso viel Entspannung wie ein paar Wandertage im Harz.

Nach dem Kräftetanken freue mich dann richtig wieder ins Büro zurück zu kehren und mich den aktuellen Themen zu widmen. Und trotz des Sommerlochs stehen wichtige Termine und Entscheidungen auf der Agenda. Ganz besonders freut mich der 1. Spatenstich für den sechsstreifigen Ausbau der A7 zwischen Bockenem und Seesen. Diese wichtige Verkehrsader in Deutschland und Europa wird damit fit gemacht für die zukünftigen Verkehrsströme.

Im Kabinett steht in dieser Woche das Thema Kohlendioxidspeicherung auf der Tagesordnung. Mir ist es ein wichtiges Anliegen dafür zu sorgen, dass wir in Niedersachsen nicht zum Mülleimer der Nation werden. Mit Gorleben, der Asse, und dem Schacht Konrad leisten wir mehr als unseren Beitrag. Deshalb nutzen wir die Länderklausel konsequent und werden ein Niedersächsisches Gesetz verfassen, dass im Ergebnis interirdische CO2-Speicherung verhindern wird. Mit dem Kabinettsbeschluss haben wir ein dreijähriges Moratorium ausgelöst, in dem niemand Anträge für ein solches Vorhaben in Niedersachsen stellen kann.

Den bunten Strauß von Themen komplettiert mein Besuch in Stade. Dort habe ich den weltweit größten Autoklav in Betrieb genommen. Er ist 20 Meter lang und hat einen Durchmesser von nahezu sechs Metern. Mit ihm härten die Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt von nun an Flugzeugbauteile aus kohlestofffaserverstärktem Kunststoff aus. Dieser Autoklav ermöglicht Forschung im Industriemaßstab für Luft- und Raumfahrtanwendungen. Die Inbetriebnahme im CFK Forschungszentrum Nord ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg, Niedersachsen als führendes Leichtbauland auszubauen und zu stärken.

Jörg Bode (FDP) ist Mitglied des Niedersächsischen Landtages und stellvertretender Ministerpräsident sowie Niedersächsischer Wirtschaftsminister.

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