Verkehrskollaps verhindern

Von Marc RathBad Bodenteich/Landkreis. Fünf Kreistagsabgeordnete aus dem Raum Bodenteich machen Druck: Parteiübergreifend fordern sie, dass die Kreistage von Uelzen und Celle beim Land beantragen, dass die geplante Bundesstraße 190n nicht nur die Autobahnen 14 und 39 verbinden soll, sondern bis zur B4 weiterführen muss. Wenn dies nicht geschehe, "funktioniert die West-Ost-Anbindung der beiden Autobahnen nicht", fürchten sie.

Von den Abfahrten der A39 würden Landes- und Kreisstraßen "mit hohem Verkehrsaufkommen in Richtung Westen belastet", schreiben Claus-Dieter Reese, Eberhard Siemeke (beide CDU), Ivonne Großmann-Daniel, Christine Nickel (beide SPD) und Horst-Michael Hintze (FDP).

"Für den Flecken Bad Bodenteich würde sich eine besonders gravierende Verkehrsbelastung ergeben, da alle anzuschließenden Landesstraßen den Verkehr in Richtung Westen über die L 265 mitten durch den Ort leiten", heißt es in dem Schreiben, das vor Himmelfahrt bei Landrat Theodor Elster einging.

Die fünf Kreistagsmitglieder fordern darin, den Antrag bereits kurzfristig auf der Sitzung des Kreisausschusses am nächsten Dienstag zu behandeln. Sie wollen in dieser Frage auch die Bundes- und Landtagsabgeordneten der Region einschalten.

Im Bedarfsplan für Bundesfernstraßen ist beim länderübergreifenden Projekt nur eine Spange zwischen beiden Autobahnen vorgesehen. Gegner der A39 hatten auf diese fehlende B-4-Anbindung schon länger hingewiesen.

Erschienen: 27.05.2006: AZ / 122 / Seite:1

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