Verkehrsaufkommen im Auge behalten

ola Gifhorn. Gestern legte die Kreisverwaltung dem Verkehrsausschuss des Landkreises Gifhorn ihre Stellungnahme zum Raumordnungsverfahren zum Neubau der A39 vor. Aus dieser geht eindeutig hervor, dass der Landkreis den Weiterbau der Autobahn von Wolfsburg nach Lüneburg begrüßt und mit der Vorzugsvariante einverstanden ist – bis auf kleine Änderungen. Die Stellungnahme muss dem Landwirtschaftsministerium bis zum 30. Juni vorliegen.

Wie Kreisbaudezernent Ekkehard Buthe gestern erläuterte, führe die Trasse im Bereich des Vogelmoores bei Barwedel sehr dicht östlich am FFH-Gebiet entlang. "Dem Wunsch dieser Ostvariante folgen wir nicht, sondern wollen die Trasse weiter westlich", so Buthe. Probleme sieht der Kreis bei der Vorzugsvariant im Bereich Ehra-Lessien. Buthe: Dort wird eine Vorrangfläche für eine Windanlage zerschnitten. Dort muss noch nachgebessert werden."

Erhebliche Bedenken gibt es auch im Trassenverlauf westlich entlang der VW-Versuchsstrecke. Die Untere Naturschützbehörde hat erhebliche Bedenken, dass Bereiche im Südwesten des Testgeländes erheblich beeinträchtigt werden. Der Landkreis spricht sich deshalb für eine östliche Trassenführung aus.

Auch in Punkto Querspange hat der Kreis etwas anzumerken. Geplant ist der Verlauf südlich von Bad Bodenteich zur B4. "Wenn die Querspange kommt, fordern wir eine zügige Verlängerung nach Westen (Breitenhees)", erläuterte Buthe.

Adolf Bannier (FDP) und Rüdiger Elgner (CDU) gaben zu Bedenken, das Verkehrsaufkommen im Auge zu Behalten. Demnach habe die Planungsbehörde mit Zahlen gearbeitet, die aus der Zeit vor der Entstehung des Glunzwerkes in Nettgau stammen. Schließlich solle die Autobahn entlasten. Kleinräumige Untersuchungen sollten so schnell wie möglich nachgeholt werden.

Erschienen: 23.06.2006: IK / 144 / Seite:6

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