De Vaderschaftstest

As in letzten Krieg de Keerls alle bi de Soldaten wärn, harn de Froons und de Oolendeelers up’n Land fix wat to doon, üm de Landwirtschaft in Gang to holen. Kriegsgefangene wärn vör de Arbeit up’n Land mit insett‘.

Fritz, Mariechen ehr Keerl wär ok Soldat. De kreeg aber aff und an ok mal Sonderurlaub in de Aarn und bi Bestellung, üm to Huus mit to hölpen. De Arbeit up’n Hoff, dat möken Opa, de oole Knecht Willem und de smucke, junge französische Gefangene Rene. Rene mök fast alle Arbeit. Galant, wie de Franzosen nu mal sind, har he ok een Oog up Mariechen schmetten. Wo dat sik anbeeden dä, dor hölp he so good he könn. As Mariechen, - se har all twee Kinner-, nu wedder in annern Ümstäden wär, also hoch to Baarg wär, güng dat schludern in Döörp los. „Na“, heet dat ; „wenn dat man nich von dan Franzosen Rene is.“ In sün lütt Döörp, door kennt je jeder jeden und dor bliwt nix geheim. Trina de oole Schludertante, har all naaräkt, meist kann dat je woll mit de Urlaubstied von Fritz, nich ganz hennkommen. Düsse Franzos, Reme, is je ok een ganz galanten, good utsehenden Keerl. Wenn de sik man nich ranmakt hett an Mariechen? Dat duur nich lang do güng dat Gerücht in Dörp rüm. „Dat is bestimmt von Rene, oder hett de oole Knecht Willen mit utholpen?“ frög Trina. De hol dorbi ümmer, wenn se dat nich genau wüß, ehr Hand vörn Mund; „ick heff dat all lang markt dat dor twischen de beiden wat in wat nich stimmt.“ „Willem is doch veel to old, dat is Quatsch,“ kräg se to hörn, „Fritz is doch öfters to Huus west, bring man nix in gang.“ Trina wär aber all ümmer neeschierig und sä: „Ik war dat schon rutkriegen, dat kann man doch sün lütt Kind von Gesicht aff sehn, wer ehr Vader is.“ As nu de lütge Jung geborn wär, all poor Wochen old wär, frög de Naabersch: „Na, Trina, wonah sütt denn nu dat Kind ut, du weest doch alles?“ – „Dat Kind“, meen Trina, „dat süht ut as wie de Mudder, aber ik krieg dat doch rut, wer de Vader is, dat könnt jü glööben. Wenn de Jung erst bet‘n öller ward, und dat Göör fangt an to snacken, denn kummt dat je von alleen rut. Snackt he französisch, is Rene de Vader, snackt he aber platt, den kummt Willem in Frag und süss ward denn woll doch Fritz de Vader wäsen, wie ward dat je bald gewohr.“ Von Carl Friedrich Bautsch Carl Friedrich Bautsch ist gebürtiger Groß Hesebecker und schreibt als Heimat- dichter über Land und Leute der hiesigen Region.

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