Ein ungebetener…

.  .  . Gast sucht derzeit bei Uhlenköper Unterschlupf – genauer gesagt in seinem blauen Fortbewegungsmittel. Auf einer morgendlichen Fahrt zur Arbeit hat er den Schlawiner entdeckt.

Uhlenköper sauste gerade über die Landstraße als das kleine Kerlchen sich aus seinem Versteck wagte. Im linken Seitenspiegel hatte er sich verkrochen. Und bei Tempo 100 verließ Herr Spinnenbein seine Wohnung. Uhlenköper traute seinen Augen kaum: Bei dieser Windgeschwindigkeit krabbelte der kleine Kerl aus der Spiegelverkleidung, wo er scheinbar seinen Wohnsitz eingerichtet hat, auf die glänzende Spiegelvorderseite. Was zunächst nach einem kleinen Kontrollgang aussah, auf dem das Spinnentier kurz das eigene Auftreten samt der Liegerichtung der vielen kleinen Härchen kontrollierte, entpuppte sich wenige Sekunden später als Vorspiel zum Dinner. Denn was Uhlenköper nicht bemerkt hatte – schließlich musste er neben den Aktivitäten der Spinne auch die Straße im Auge haben – war die Fliege, die sich im Netz verfangen hatte, das die Spinne über den Spiegel gespannt hatte. Kurz gerüttelt und gezogen, schon hatte sie ihr Opfer herangeholt und war mit ihm in der Außenspiegelverkleidung verschwunden, zum Staunen von.

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