Trasse lieber heute als morgen bauen

red Stendal. Der Vorsitzende der Bürgerinitiative BASTA 14, Peter Pielert, sprach mit dem mittelständischen Unternehmer Bernd Zorn, Inhaber der Mechanischen Werkstätten Stendal.

Der im internationalen Geschäft Tätige stellt folgende Dinge besonders heraus:Muss man sein Unternehmen in der Welt vorstellen, dann kommt sehr schnell die Frage, wo finden wir Sie denn und wie erreicht man Ihr Unternehmen? Wo Deutschland liegt, wissen die Gesprächspartner, wo Stendal liegt, nicht. Der Hinweis, dass es in der Nähe Berlins zu finden ist und von dort 50 Zugminuten entfernt liegt, stellt nur wenige zufrieden. Man fragt nach, wie man Stendal mit dem Auto erreicht. An dieser Stelle erfolgt dann der Hinweis auf die künftige Autobahn, denn Ausländer denken, wenn sie sich Deutschland vorstellen hinsichtlich der Erreichbarkeit von Unternehmen gleich an die viel respektierten deutschen "Highways".Als Unternehmer, der auf die Anlieferung von Materialien und den Abtransport der Fertigprodukte angewiesen ist, spielt die Straße eine entscheidende Rolle. Sie steht jederzeit zur Verfügung, man muss sich an keine Fahrpläne halten und man kann für den Transport die jeweils günstige Fahrzeuggröße einsetzen.Als Unternehmer benötigt man die Verkehrsader, die es ermöglicht, das Produkt aus dem Betrieb selbst kontrolliert dem Transporter zu übergeben, der es zum Endabnehmer transportiert oder zur Versendestelle, von wo aus es Deutschland verlässt. Da bietet sich der Straßentransport an, aber nur dann, wenn die Straße die erwarteten Bedingungen erfüllt.Sicher ist die Diskussion bekannt, die man zum Ausbau der B189 führt. Bei dieser Vorstellung wird aber der psychologische Faktor, den eine Autobahn hat, völlig außer Acht gelassen. Hat man sein Unternehmen in einer nicht per se erschlossenen Region, dann muss man sich ständig rechtfertigen, weil es der Außenstehende nicht versteht, dass man immer noch auf dem "platten Lande" arbeitet und nicht in ein Ballungszentrum umgesiedelt ist. Zum anderen weiß alle Welt, ohne hellseherische Fähigkeiten zu haben, dass auch noch in der nächsten Generation das dominierende Transportmittel das Auto sein wird. Für Autos braucht man gute Straßen und der Bau von Straßen dauert seine Zeit.Da können wir nur hoffen, dass unsere Nachbarstaaten, sich auch Zeit lassen. Damit wir alle Optionen wahrnehmen können, brauchen wir die besten Straßen der Gegenwart, weil sie noch lange die Verkehrsadern der Zukunft sein werden. Ein Teil davon ist die A14, bauen wir sie lieber heute als morgen.

Die Autobahn-Befürworter BASTA14 meinen, dass sich gerade Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee "nur sehr zurückhaltend zur Realisierung der A14 äußert". Auch versuche der BUND nach wie vor, "das Projekt zu behindern". Viele Bürger seien verunsichert, wüssten nicht, "worin der Nutzen der A14" liege. Peter Pielert und Mitstreiter wollen informieren, lassen in unregelmäßigen Abständen Unternehmer, Politiker und andere Verantwortliche zu Wort kommen.(red)

Erschienen: 27.10.2007: sdl / TZ / Seite:2

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