Die Szene . . .

. . . kennt der Uhlenköper inzwischen in- und auswendig: „Moment, ich hab’s passend“, sagt jemand vor ihm in der Schlange an der Supermarktkasse. Dann kramt besagte Person umständlich im Portmonee nach Kleingeld. „Nein, doch nicht“, muss sie sich eine halbe Ewigkeit später korrigieren, nur um der Kassiererin ihr Portmonee hinzuhalten:

„Ach, Fräulein, schauen Sie doch selbst mal nach.“ Inzwischen reicht die Warteschlange fast bis zur Fleischtheke. Natürlich ist das ärgerlich, doch nichts im Vergleich zu dem, was der Uhlenköper neulich im Supermarkt erlebte. Da stand eine Seniorin mit ihrer rollenden Einkaufstasche an vierter oder fünfter Stelle an der Kasse. In ihrer Hand: ein Pfund Butter, eine Dose Eintopf, ein Joghurt. „Könnten Sie mich vielleicht vorlassen, ich habe doch nur drei Sachen?“, fragte die Frau hilfesuchend. Klarer Fall, sie wurde von den anderen Kunden ganz nach vorn durchgelassen. Doch als die Dame dann vor der Kassiererin auftauchte, kramte sie plötzlich in den Tiefen ihrer rollenden Einkaufstasche und hob – bis dahin gut getarnt – mit Unschuldsmiene etwa 15 weitere Waren aufs Fließband. Und so gewieft, wie sie das eingefädelt hatte, war klar: Sie machte das nicht zum ersten Mal, ärgerte sich maßlos der Uhlenköper.

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