Spielzeugbörse Suderburg: Kinder wünschen sich zu Weihnachten Multimediales und Traditionelles

Zwischen Nintendo und Barbie

Suderburg. Nintendo DS-Spiele sind dieses Jahr der Renner auf den Wunschlisten unserer Jüngsten. Dabei ist es egal, ob der weihnachtliche Wunschzettel von Mädchen oder Junge verfasst worden ist – Multimedia ist angesagt.

Nintendo, Wii, X-Box, Playstation und natürlich der PC sind beliebt – Weihnachten wird interaktiv gefeiert. Diesen Trend können auch die Organisatoren der großen Spielzeugbörse, die am Sonnabend in der Grundschule Suderburg stattfand, bestätigen. „Spiele gehen immer gut, heute sind besonders DVDs und Nintendo-DS-Spiele gefragt“, resümieren Manuela Schlese und Sylvia Länger vom Orga-Team.

Aber trotz minecraft, starwars und Age of Empires – wer die Kids beim Stöbern auf der Börse beobachtet, merkt schnell: Auch „richtige“ Spiele sind beliebt. „Ich spiele gerne mit ferngesteuerten Autos“, meint der zehnjährige Lennis aus Suderburg. Gemeinsam mit seinem Freund Jaren spielt er auch Fußball – mit einem richtigen Ball, draußen auf dem Fußballfeld oder in der Halle.

„Das ist meine erste Spielzeugbörse und ich bin begeistert beim Schnäppchen-Suchen für Weihnachten. Dafür, dass ich nichts wollte, ist ganz schön viel zusammen gekommen. Meine Töchter lieben Playmobil und Filly-Pferde.“

Eine weitere Erkenntnis nach dem Streifzug über die vorweihnachtliche Spielzeugbörse: Entgegen aller Vorurteile lesen Kinder von heute auch Bücher. Gregs Tagebuch beispielsweise ist angesagt. „Ich habe schon sechs Bände durchgelesen und wünsche mir nun Band 7“, erzählt Jaren. Bei den Mädchen spielt der Klassiker Barbie unangefochten in der ersten Liga auf der Beliebheits-Skala. Ungebrochen ist die Faszination der Modepuppe mit den Traummaßen, die die Kinderzimmer mittlerweile auch als Lady Gaga oder Madonna bevölkert. Der langweilige Ken dagegen kommt heutzutage gerne als Robert Pattinson daher. Aber auch die gute alte „einfache“ Barbie erfreut sich ungebrochener Liebe. Außerdem auf der Wunschliste der Mädchen in diesem Jahr: Filly-Pferde und – wer hätte es gedacht – Prinzessinnen.

Bereits zum dritten Mal hat das Suderburger Team, bestehend aus etwa 15 Frauen, eine Spielzeugbörse organisiert, hervorgegangen ist sie aus einer Kleiderbörse für Erwachsene. „Es läuft eigentlich immer gut“, freut sich Manuela Schlese – und die lange Schlange an der Kasse gibt ihr ebenso Recht wie das Gewimmel an den Auslagen. Sachen beisteuern kann jeder private Haushalt, was nicht verkauft wird, geht an die Eigentümer zurück. Einen guten Zweck erfüllt die Börse obendrein: Ein Teil des Erlöses kommt der Grundschule Suderburg zugute. Ein „Lesehäuschen“ ist das aktuelle Projekt, für das noch Geld gebraucht wird. „Wir möchten das Häuschen als Rückzugsort für die Kinder hier im Haus aufstellen. Sie können dort Ruhe finden oder ein wenig schmökern“, erzählt Schulleiterin Dörte Gröfke.

Von Christine Kohnke

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