Bürgerinitiative Suderburger Land gegründet: Nein zu Neubau und Ausbau von Bahnstrecken

„Zweifel sind angebracht“

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Würde der Bahnhofsbereich auf vier Gleise ausgebaut, befürchten die BI-Initiatoren den Wegfall des Bahnhofsgebäudes und der Ladestraße.

bl Suderburg. Mehr als 1000 Personen- und Güterzüge donnerten im August an vier Tagen durch die Bahnhöfe in Suderburg und Klein Süstedt. Gezählt hat sie ein fleißiger Klein Süstedter.

„Wie muss es dann erst werden, wenn die Bahnstrecke auf vier Gleise erweitert wird?“, fragt sich nicht nur der Hamerstorfer Eckhard Foth. Die kaum noch zumutbaren Belastungen für die Bürger in und um Suderburg erhöhten sich drastisch, wenn der Bau einer neuen Trasse durch den Westkreis oder auch der Ausbau der Bestandsstrecke von der Bahn verwirklicht werden sollte, sagt er. Die Gemeinde Suderburg ist in beiden Fällen betroffen.

„Das ist eine Besonderheit, die es sonst in keiner anderen Gemeinde gibt“, begrüßt Michael Gaede-Kelle im VfL-Heim interessierte Zuhörer und stellt mit weiteren Initiatoren die Gründung einer Bürgerinitiative vor, die sich gegen beide Varianten der Bahnplanungen stellt. Denn: Um mehr als 20 Prozent wurden vom Verkehrsministerium die Prognosen über die Entwicklung des Güterverkehrs bis 2030 gesenkt. Der Güterumschlag im Hamburger Hafen stagniert.

Dazu Gaede-Kelle weiter: „Die Bahn ist Planer, Erbauer und Betreiber und hält an ihren Zahlen fest, die nicht belegbar sind. Zweifel sind angebracht, wo objektive Zahlen fehlen.“ In seinen weiteren Ausführungen sieht der Suderburger es als Zumutung an, den Bahnhofsbereich auf vier Gleise auszubauen. Damit würden dann das Bahnhofsgebäude und die Ladestraße wegfallen sowie die Lärmbelästigung zunehmen.

Von Ulrich Bleuel

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