Bauausschuss der Samtgemeinde Suderburg arbeitet den Haushalt durch

Zwei Posten schon geschoben

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Ein Posten ist im diesjährigen Haushalt der Samtgemeinde Suderburg das Feuerwehrgerätehaus in Bohlsen. Dort wird dringend eine neue Heizung benötigt.

Suderburg. Wo kann noch gespart werden? – Diese Frage hatten wohl die Mitglieder des Bauausschusses der Samtgemeinde Suderburg im Hinterkopf, als sie am Montagabend den Haushalt Posten für Posten durchgeblättert haben.

Und so wurden ohne große Diskussion zwei Punkte geschoben: Zum einen bekommt das Asylbewerberheim in Suderburg keine neuen Fenster und zum anderen gibt es in diesem Jahr noch keinen neuen Zaun für die Grundschule in Gerdau. Ersparnis: 12 300 Euro.

Alle anderen größeren Investitionen haben die Zustimmung der Ausschussmitglieder erhalten. Das Dach des Rathauses beispielsweise soll für 9000 Euro neu isoliert werden. Finanziert wird das Vorhaben durch die Klimaschutzgesellschaft. Einige Maßnahmen stehen auch noch bei Feuerwehrgerätehäusern auf dem Plan. Für die Sanierung der Fenster in Eimke sind bisher 7500 Euro eingeplant. Udo Depner (CDU): „Da sollten wir vorher mit der Gemeinde Eimke sprechen, vielleicht kann ein Teil ja auch in Eigenleistung erbracht werden.“ Depner stellte zudem die Frage der Nutzung, denn das Feuerwehrgerätehaus diene der Gemeinde schließlich auch als Dorfgemeinschaftshaus. Und so einigten sich die Ausschussmitlieder darauf, die Summe zwar im Haushalt zu lassen, aber eben unter Vorbehalt. Nicht angefasst wird erstmal das Gerätehaus in Ellerndorf, sondern es wird der Feuerschutzausschuss abgewartet und eben die Entscheidung, ob die Ellerndorfer ein neues Fahrzeug bekommen.

Sorgenkind in Sachen Heizung ist das Feuerwehrgerätehaus in Bohlsen. „Was machen wir mit der Heizung?“, fragte Rüdiger Lilje von der Samtgemeindeverwaltung. Auch hier die Frage: Ist es eine Sache des Bauausschusses oder des Feuerschutzausschusses? „Das Problem mit der Heizung muss gelöst werden – und zwar als Paket für oben und unten“, ist Udo Depner (CDU) überzeugt. Im oberen Geschoss befindet sich nämlich der Schulungsraum, unten stehen die Fahrzeuge. Reinhard Dehrmann (WSL) hingegen hält es für wichtiger, nur oben im Schulungsraum eine Heizung einzubauen, denn „sonst kommen die anderen Ortswehren auch“. Am Ende einigten sich die Ausschussmitglieder darauf, dass 5000 Euro für die Heizung in den Haushalt eingestellt werden, um erste Gutachten erstellen zu können.

Über ganz andere Summen wurde im Rahmen des Haushalts des Nettoregiebetriebs Abwasser gesprochen. Die 120 000 Euro für Schlammeindickung sind laut Lilje nicht zu vermeiden.

Das Gleiche gilt für die Reparatur der Pumpstationen in Dreilingen und Hösseringen für 7300 Euro. „Es stinkt im Bereich der Kirche und in Wichtenbeck. Es liegt jeweils am Abwasser, das dort zu lange lagert“, erklärte Lilje. Einen gleichen Fall gab es in Groß Süstedt. Mit Chemikalien, die den Geruch binden, wurde das Problem gelöst.

Ein wenig Hoffnung hat Lilje, dass der Bau der Kanalleitungen unter der Ortsdurchfahrt Suderburg günstiger wird, als angenommen. Sie schlagen mit 635 000 Euro zu Buche und sind der größte Posten im Haushalt. Für 22 000 Euro soll darüber hinaus ein Dienstfahrzeug für die Mitarbeiter der Kläranlagen angeschafft werden. „Die Mitarbeiter dürfen aus hygienischen Gründen nicht mit dem privaten Wagen fahren“, sagte Lilje. Der Haushalt des Bauhofs wurde nur kurz behandelt. „Jede Kommune muss Cent-genau auflisten, was sie nutzt“, erläuterte Lilje. Eimke und Gerdau nehmen den Bauhof nicht in Anspruch. „Wir haben gemeinsam mit der Kirche einen Gemeindearbeiter“, sagte Elvira Hentschke (CDU) aus Gerdau. Das stehe in ihren Augen manchmal nicht in einem Verhältnis zum Bauhof. Und so erhielt der Haushalt des Bauhofs lediglich die Ja-Stimme des Ausschussvorsitzenden Manfred Mikulla (SDP) und vier Enthaltungen.

Von Jörn Nolting

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