Windräder in Planung

Bahnsen/Dreilingen/Wichtenbeck. Das Kieler Ingenieurbüro GETproject GmbH & Co. KG plant bei Bahnsen die Errichtung einer weiteren Windkraftanlage. Laut dem Leiter des Projekes, Neithardt Kempcke, wird der Antrag auf Genehmigung in Kürze beim Landkreis Uelzen eingereicht. Es handelt sich um die fünfte Windkraftanlage bei Bahnsen.

In diesem Gebiet hat GETproject im vergangenen Jahr nach einer mehrjährigen Genehmigungsphase vier Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 8 Megawatt errichtet. Eine dieser Anlagen wurde als Bürgerwindkraftanlage konzipiert und im Oktober 2010 in Betrieb genommen. In der Betreibergesellschaft Bürgerwindpark Suderburg besitzt GETproject nur 3 Prozent der Kommanditanteile, die restlichen Anteile haben 28 Bürger aus dem Landkreis Uelzen.

Im Rahmen der Realisierung der Windparks sind fast 100 Millionen Euro in der Region investiert worden, davon erhielten Unternehmen aus dem Landkreis Uelzen Aufträge in Höhe von etwa 5 Millionen Euro. Die wirtschaftliche Bedeutung für den Landkreis Uelzen wird deutlich, wenn man berücksichtigt, dass der Gewerbesteueranteil für die Gemeinden im Landkreis im Betriebszeitraum bis 2020 etwa 10 Millionen Euro betragen wird. Die Pachtzahlungen an die Landeigentümer, im Wesentlichen Landwirte, betragen für den denselben Zeitraum etwa 13 Millionen Euro. Das Auftragsvolumen für Gartenbau- und Landschaftsbetriebe zur Pflege der Ausgleichsmaßnahmen wird etwa 2,5 Millionen Euro betragen.

Der Geschäftsführer von GETproject, Per Lind, betonte, dass es „GETproject von Beginn an immer ein besonderes Anliegen gewesen ist, dafür Sorge zu tragen, dass ein möglichst großer Anteil der Wertschöpfung aus der Windenergienutzung dort verbleibt, wo auch die Windkraftanlagen stehen.“ In der Gemeinde Eimke wird demnächst ein anderer Betreiber zwei Windräder bauen. Das Unternehmen stammt aus Bremen. Seit zwölf Jahren und mittlerweile vier Betreiberwechseln wurde dem Genehmigungsverfahren stattgegeben. „Es gäbe bessere Standorte, deshalb hatte die Gemeinde keine positive Stellungnahme abgegeben“, schildert Eimkes Bürgermeister Dirk-Walter Amtsfeld. Mit Rheinmetall, der Flugschneiße Faßberg und der Bundeswehrmanöver sei die Gemeinde eh schon arg gebeutelt. Doch Amtsfeld betont: „Wir sind nicht grundsätzlich gegen Windkraft, aber nicht an diesem Standort.“ Doch nun hat der Landkreis Uelzen laut Amtsfeld die Gemeinde genötigt, eine positive Stellungnahme einzureichen. Demnach können zwischen Dreilingen und Wichtenbeck auf Höhe der Biogasanlage zwei Windräder mit einer Narbenhöhe von 76 Metern entstehen.

Von Jörn Nolting

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