Gemeinde Gerdau beschließt Haushalt / Anträge der SPD-Grüne-Gruppe erst im Bauausschuss

Warten auf das Fernwärmenetz

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Für die Sanierung der Ringstraße hat die Gemeinde Gerdau Geld im Haushalt bereitgestellt. Eigentlich sollte die Straße schon in diesem Jahr saniert werden, doch da die Bohlsender Mühle eine Dinkelpellets-Heizung mit Fernwärmenetz plant, wartet die Gemeinde ab.

Gerdau. 280 000 Euro will die Gemeinde Gerdau in die Sanierung der gemeindeeigenen Straßen investieren. Sowohl innerorts als auch außerhalb. Die SPD-Grünen-Gruppe im Rat der Gemeinde wollte diese Summe gern auf 300 000 Euro erhöhen.

Der Grund: Mit den 20 000 Euro mehr sollen die Anregungen des Gerdauers Werner Bollhorn berücksichtigt werden. Er stellte den Antrag, den Bürgersteig am Grundstück Uhlenhut zu sanieren, ebenso den Kirchsteigweg in der Gemarkung Gerdau und den Weidenlehrpfades an der Gerdau zu reparieren und wieder herzustellen. Darüber hinaus beantragte Bollhorn die Überprüfung der Standsicherheit von Laternenmasten. Doch der Antrag der SPD-Grünen-Gruppe wurde mehrheitlich mit vier zu sieben Stimmen abgelehnt. Trotzdem: „Alle vorgebrachten Anträge werden im Bauausschuss im Frühjahr behandelt“, sagt Bürgermeister Otto Schröder (CDU).

Die Ringstraße in Bohlsen gehört als innerörtliche Straße mit in das Gesamtpaket. Schon im Haushalt für dieses Jahr wurden dafür 100 000 Euro bereitgestellt, die Maßnahme jedoch nicht umgesetzt. „Es hat in diesem Jahr nicht geklappt, weil wir immer noch abwarten, ob die Bohlsener Mühle ihre Dinkelpellets-Heizung baut oder nicht“, schildert Bürgermeister Schröder. Falls die Anlage gebaut wird, wird das Fernwärmenetz unter der Straße verlegt. Dann müsste die frisch sanierte Ringstraße wieder aufgerissen werden.

Nicht nachvollziehbar ist für die SPD-Grünen-Gruppe die Tatsache, dass 2000 Euro mehr Stromkosten gegenüber dem Vorjahr in den Haushalt der Gemeinde eingesetzt werden. „Die Stromkosten müssten doch eigentlich durch die neuen LED-Lampen sinken“, wundert sich SPD-Grünen-Gruppensprecher Wolfgang Hahnemann. Otto Schröder: „Die SVO veranschlagt die Kosten aufgrund des Verbrauchs aus dem Vorjahr.“ Eine 60-prozentige Einsparung gebe es nur bei Leuchten, die erneuert worden seien. Dies betrifft rund die Hälfte der Straßenlampen.

Im Ergebnishaushalt schließt der Gerdauer Haushalt mit ordentlichen Erträgen und Aufwendungen in Höhe von 1 632 100 Euro ab.

Mit Einzahlungen in Höhe von 1 335 200 und Auszahlungen von 1 586 500 Euro schließt der Finanzhaushalt ab. Einen Kredit nimmt die Gemeinde nicht auf. Die Steuerhebesätze bleiben mit 360 Prozentpunkten konstant.

Von Jörn Nolting

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