Schnittstelle zwischen Hochschule und Ort: Meadow-Festival in Suderburg nimmt Gestalt an

Volksfest mit Rockmusik

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Vier vom Organisationsteam des Meadowfestivals in Suderburg: Philip Gieleßen (von links), Stefan Scheidler, Dirk Beitat und Stefan Kloth suchen noch nach Unterstützung.

Suderburg. Das von Ostfalia-Studenten geplante Meadow-Festival in Suderburg findet breite Zustimmung. Auch die Infoveranstaltung, zu der die Mitglieder des eigens gegründeten „Suderburger Vereins für Kultur und Soziales“ kürzlich eingeladen hatten, erfreute sich großer Resonanz – und dies nicht nur aus den Reihen der „offiziellen“ Gemeindevertreter, sondern auch aus der Bevölkerung.

„Wir müssen hier mal was reißen. Es würde mich freuen, wenn in Suderburg was gestartet werden kann“, meinte Marius Kadach, der wie andere einfach aus Interesse gekommen war und seine Mithilfe anbot. Dank Unterstützung aus dem Ort hat das Festival nun auch eine eigene Homepage.

Am 12. Mai soll es einen Tag und eine Nacht lang bunt, fröhlich und hoffentlich hoch hergehen auf der Wiese neben der Ostfalia. Auf einer Hauptbühne sollen überregional bekannte Bands aufspielen, Northern Lite etwa, mit weiteren ist das Organisationsteam noch im Gespräch. Auf der Nebenbühne werden weniger bekannte Bands auftreten, Monoclub sind gebucht und Eddy White aus Suderburg.

„Die Bühnen werden abwechselnd bespielt, so dass es keine Umbaupausen geben wird“, erläutert der Vereinsvorsitzende Philip Gieleßen. Es wird eine Spielwiese für die Kleinsten geben, eine Shopping-Meile, Bioprodukte und Kleinkunst. Strohballen und Sonnensegel werden einen Chill-out-Bereich bilden, hier soll eine große Leinwand aufgespannt werden, auf der Dokus zu Themen wie Nachhaltigkeit, Ökologie und Fairness gezeigt werden. Stichworte wie diese gehören nämlich ebenso zum Selbstverständnis des Festivals wie Musik und Fun.

„Es geht uns um den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen, die uns die Menschen und die Erde zur Verfügung stellen“, fasst es Philip Gieleßen zusammen. „Wir möchten kein traditionelles Rockfestival aufziehen, sondern eher ein kulturelles Volksfest mit Rockmusik.“ Deshalb werden gemeinnützige Organisationen ebenso wie die örtlichen Vereine Gelegenheit haben, sich zu präsentieren – insgesamt ein Programm, das einlädt zum Mitmachen und Mitgestalten. Zielgruppe sind junge Menschen aus den Landkreisen Uelzen, Celle und Lüneburg, Studenten, Kulturschaffende und Musikinteressierte ebenso wie die Suderburger Bevölkerung. Auch Familien mit Kindern sind gerne willkommen. Um Exzessen vorzubeugen, wird kein hochprozentiger Alkohol ausgeschenkt. „Wir möchten eine Schnittstelle schaffen zwischen Hochschule und Ort“, so Stefan Kloth, der ebenfalls zum Vorstand des inzwischen rund 30 Mitglieder starken Vereins gehört. Dazu brauchen die jungen Leute noch Hilfe – Ordner, Techniker, Material und mehr.

Viele Zusagen haben sie schon: Die Suderburger Wirtschaftsgemeinschaft stellt ihre Bühne zur Verfügung, die Sportjongleure ihr Zirkuszelt, zwei Vertreterinnen des Kulturvereins boten Mithilfe an und Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz sowie Bürgermeister Hans-Hermann Hoff Unterstützung seitens Gemeinde und Verwaltung. „Wir haben bisher ein eher konventionelles Kulturangebot und das ist auch gut so. Wir freuen uns aber auch, dass es neue Ansätze gibt, die unseren Ort aufwerten werden“, so Hoff. Wer mithelfen möchte, kann sich unter: http://meadowfestival.de/ oder Telefon (01 72) 2 85 55 81 informieren.

Von Christine Kohnke

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