Bauernrechnung mit Besucheransturm / Sanierung und Radweg sorgen für Einschränkungen

Verkehrschaos bewegt Suderburger

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Bürgermeister Hans-Hermann Hoff verkündete, dass das Bürocenter am Markt zum Verkauf angeboten werden soll.

Suderburg. Könnte die Burgstraße wieder zu einer Einbahnstraße gemacht werden? Kann der Unfallschwerpunkt bei der Arztpraxis Böttcher entschärft werden? Ist es möglich, den Schulweg zur Hardautalschule sicherer zu machen?.

Probleme um die Verkehrssicherheit machen den Suderburger Bürgern zu schaffen – und dies wurde auch auf der Bauernrechnung, die am Sonnabend im Gasthaus Müller stattfand, deutlich. Viele Brennpunkte gibt es und in diesem Jahr wird es nicht wesentlich ruhiger: Die Sanierung der Hauptstraße und der Bau des Radweges entlang der K9 zum Suderburger Kreisel werden während der Bauzeit für umfangreiche Einschränkungen sorgen.

An der neuen Hauptstraße werden Radfahrer künftig die Wahl haben, ob sie auf dem Bürgersteig fahren oder die Fahrbahn benutzen möchten. Es ist aber kein „kombinierter Rad- und Fußweg“, betonte Manfred Mikulla. Die Auswahl-Lösung sei aus Fördergründen gewählt worden. Für die Burgstraße, die insbesondere durch parkende Autos an der Musikschule belastet ist, versprach Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz einen nochmaligen Vorstoß bei der Kreisverwaltung. Hier war eine beantragte Tempo-30-Zone allerdings schon einmal abgelehnt worden.

In Sachen Radwegebau kündigte Bürgermeister Hans-Hermann Hoff eine Bürger-Informationsveranstaltung für die Anwohner der Gegend um die Wolfskuhle an. Für Hoff war es die erste Bauernrechnung in Suderburg – und die Suderburger waren wohl ziemlich neugierig auf ihren neuen Ortschef. Jedenfalls war Spillers großer Saal voll wie lange nicht mehr. „Wir haben erstmals so viele Coleur in unserem Rat, es gibt keine Bündnisse und damit keine festen Mehrheitsverhältnisse“, erläuterte Hoff den neuen Gemeinderat, betonte aber, dass dies auch eine Chance sei. „Zwischen mich und den Gemeinderat passt kein Blatt Papier. Hier einen Keil hineintreiben zu wollen, das klappt nicht“, so Hoff. Der Bürgermeister kündigte an, dass das Bürocenter am Markt zum Verkauf angeboten werden soll und der Bestand des Einkaufszentrums „KiK“ ungewiss ist. Wie es mit dem Bahnhofsgebäude weitergeht, ist derzeit ebenfalls noch unklar. Keine Gegenliebe fand Borvin Wulf mit seinem Vorstoß, die Feier zum 40. Geburtstag der Samtgemeinde ausfallen zu lassen. Der Suderburger Bürger hatte dies mit Blick auf die Streitigkeiten zwischen den Mitgliedsgemeinden in den vergangenen Jahren sowie dem Schuldenstand der Samtgemeinde vorgeschlagen. „Wir werden angemessen feiern. Es wird keine Riesensause, aber es ist ein Anlass, dem Rechnung getragen wird“, gab Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz zurück.

Zum Schluss – das ist inzwischen eine gute Tradition – zeigte Reinhard Schultze einen selbst gedrehten Film, diesmal über das große Pfingstevent am Hardausee.

Von Christine Kohnke

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