„Top-Ingenieure“ aus Suderburg

Am Montag wurden auch die ersten Teilnehmer des neuen dualen Studiengangs am Suderburger Campus begrüßt.

Suderburg - Von Wiebke Brütt. „Wir bilden die jungen Leute nur in Fähigkeiten aus, die auch in der Wirtschaft gebraucht werden“, so das klare Statement von Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach, Präsident der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften. „Studium im Praxisverbund“ – so lautet das Zauberwort, auf das der Leiter der Ostfalia bei einem Treffen mit dem Arbeitskreis Wissenschaft und Kultur der CDU und FDP des Landtages anspielte. An vieren der fünf Hochschulstandorte wird das duale Studium bereits seit Jahren praktiziert – dieses Wintersemester zieht der Campus Suderburg nach.

Neun junge Leute nahmen Montag in Suderburg ihr Bauingenieurwesen-Studium (Wasser- und Tiefbau) im Praxisverbund auf. „Wir haben uns da noch eine größere Resonanz vorgestellt. Aber das wird sicher noch kommen“, sagt Umbach. Denn aus seiner Sicht bietet diese Art des Studiums „fantastische Möglichkeiten“: „Wer so ein Studium absolviert, hat im Anschluss praktisch eine Einstellungsgarantie“, prognostiziert Umbach hervorragende Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Denn neben dem Unterricht an der Fachhochschule erwartet Studenten eines solchen dualen Studiengangs gleichzeitig eine praktische Ausbildung im Betrieb. Beim Suderburger Angebot „Bauingenieurwesen“ ist die Ausbildung ab dem dritten Semester mit dem Studium verzahnt. Nach dem sechsten Semester erfolgt die Abschlussprüfung vor einer Handwerks- oder Industrie- und Handwerkskammer. Während der gesamten Ausbildung werden die Studenten bezahlt. „Mit diesem System werden Top-Ingenieure ausgebildet“, sagte Umbach, „dementsprechend hoch sind aber natürlich auch die Anforderungen.“

Kommendes Jahr sollen an der Ostfalia insgesamt 350 solcher Studienplätze angeboten werden – dieses Jahr sind es noch 100 weniger. Am Standort Suderburg wird überlegt, auch für die 2010 neu eingerichtete Fakultät „Handel und Soziale Arbeit“ einen dualen Studiengang anzubieten. „Es ist immer gut, Fachkräfte vor Ort auszubilden“, erklärte Sabine Brombach, Pro-Dekanin der Fakultät Handel und Soziale Arbeit. „Momentan sind wir dabei, Praxisstellen zu akquirieren.“

Die Ostfalia Hochschule bietet an ihren anderen Standorten unter anderem bereits die Studiengänge Fahrzeugbauentwicklung, Pflege, Elektrotechnik, Maschinenbau sowie Energie- und Gebäudetechnik im Praxisverbund an. Umbach: „Wir sind sehr breit aufgestellt.“

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