Suderburger Christdemokraten wollen Geschwindigkeitsbegrenzung von 22 bis 6 Uhr

Bahnhofstraße: CDU fordert Tempo 30 in der Nacht

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Die Anwohner der Bahnhofstraße in Suderburg werden laut CDU durch zunehmenden Lkw-Verkehr belästigt. Besonders in der Nacht würden viele die Strecke aus Eimke kommend als Abkürzung zur B 4 nutzen.

Suderburg. Die Bahnhofstraße in Suderburg ist laut der Suderburger CDU-Fraktion eine häufig genutzte Abkürzung von Lkw-Fahrern, die von der B 71 bei Eimke zur B 4 unterwegs sind.

Deshalb hat die Partei jetzt beantragt, dass zwischen 22 und 6 Uhr in der Nacht für die Ortsdurchfahrt der Kreisstraße 9 ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern eingeführt wird.

„Gerade nachts fahren unzählige Lkw von Eimke kommend mit überhöhter Geschwindigkeit durch den Ort“, sagt Udo Depner, Fraktionsvorsitzender der CDU im Gemeinderat. Da die Straße vor allem von Wohngebäuden gesäumt sei, würden die Anwohner der Bahnhofstraße und der Hauptstraße unter dem starken und zunehmenden Verkehrslärm leiden. „Die Anwohner werden tagsüber und insbesondere nachts in unzumutbarer Weise gestört“, so Depner. Außerdem könne die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Nacht auch die Sicherheit auf der Straße erhöhen.

„Für mich ist das kein Problem“ sagt Dr. Jürgen Wrede, Anwohner der Bahnhofstraße. Er habe die beschriebenen Probleme so nicht wahrgenommen. „So viel Verkehr haben wir jetzt auch wieder nicht in der Nacht. Wichtiger wäre es, dass erstmal die Sicherheit der Radfahrer auf der Bahnhofstraße verbessert wird“, erklärt er. Dort seien tagsüber Suderburger und viele Studenten der Ostfalia unterwegs. Momentan sei die Situation für die Radfahrer unzumutbar, weil sie nicht mehr die Gehwege, sondern die Straße benutzen müssen, nachdem der Landkreis die Radwegschilder abgebaut hatte. Deshalb müsse ein Sicherheitsstreifen für Radfahrer her, wie ihn die Grünen im Gemeinderat gefordert haben (AZ berichtete).

Kreissprecher Martin Theine teilt auf AZ-Nachfrage mit, dass dem Landkreis kein höheres Verkehrsaufkommen in der Nacht auf Suderburgs Straßen bekannt sei. Zudem seien die Hürden für ein Tempolimit auf der Kreisstraße hoch, da auf klassifizierten Straßen besonderes Gewicht auf fließenden Verkehr gelegt werde und diese den überregionalen Verkehr aufnehmen sollen. „Die Anordnung einer Geschwindigkeitsbegrenzung in der Ortsdurchfahrt Suderburg käme nur in Frage, wenn dort eine besondere Gefahrenlage besteht, die das zwingend erfordern würde – zum Beispiel eine Gefahr für Leib und Leben“, so Theine. Solange dies nicht gegeben sei, könne es kein Tempolimit geben.

Von Lars Lohmann

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