Gemeinde Eimke und die Unterlüßer Rüstungsfirma Rheinmetall bauen an der Kreisstraße 32

Ein Radweg zur Wacholderheide

Ein sandiger Pfad schlängelt sich durch den Wald: Der Bau des Radwegs zwischen Ellerndorf und der Ellerndorfer Heide ist in vollem Gang. Foto: Ph. Schulze

Eimke/Ellerndorf. Seit 23 Jahren schlummern die Pläne in den Schubladen, nun endlich wird der Radweg von Eimke zur Ellerndorfer Heide gebaut. Ein glücklicher Moment für Bürgermeister Dirk-Walter Amtsfeld, der seit vielen Jahren das Projekt verfolgt.

Damit ist nicht nur ein sicherer Weg zu einem der touristischen Highlights des Landkreises Uelzen gewährleistet. Und nicht nur das: „Die Kreisstraße 32 wird regelmäßig zur Bundesstraße“, sagt Amtsfeld und weist damit auf das in Deutschland einzigartige Problem der Eimker hin.

Immer, wenn die Firma Rheinmetall Schießübungen duchführt, wird die Bundesstraße 71 gesperrt und der Verkehr über die kleine Kreisstraße umgeleitet. „Der Radverkehr ist zu dieser Zeit sehr gefährlich“, weiß der Bürgermeister. Deshalb rief er im vergangenen Jahr einen runden Tisch zusammen. An ihm saßen Vertreter des Bundes, des Landes, des Landkreises, der Samtgemeinde und von Rheinmetall. Einzig die Unterlüßer Rüstungsfirma hatte sich bereit erklärt, den Weg zu bauen. „Die Gemeinde stellt dafür Ausgleichsflächen zur Verfügung“, sagt Amtsfeld. Durch den Flächentausch sei das Vorhaben ein wenig verzögert worden.

Mit dem neuen Radweg ist künftig die touristische Anbindung an die Wachholderheide in Ellerndorf zu jeder Zeit gesichert – übrigens ein Gelände, dass der Firma Rheinmetall gehört. Zusätzlich hat der Landkreis Uelzen signalisiert, die Unterhaltung des Radweges zu übernehmen. Alle anfallenden Kosten der Arbeiten übernimmt die Firma Rheinmetall. Die genaue Summe will die Firma aus Unterlüß nicht nennen.

Die Deckschicht wird aus Mineralgemisch hergestellt, der Landkreis Uelzen überlegt als Bauaufsichtsbehörde, später eine Deckschicht aus Teer aufzubringen. Eingeweiht werden soll der Weg möglichst Anfang August, passend zur Heideblüte. Dann wird es eine offizielle Übergabe an den Landkreis geben. „Ich bin glücklich, dass wir es geschafft haben, den Weg anzuschieben“, freut sich Bürgermeister Amtsfeld. Zwischenzeitlich, so der Eimker, hätten sich während des Wahlkampfes einige Politiker mit dem Projekt etablieren wollen. Aber nach der Wahl sei nichts mehr geschehen.

Von der anderen Seite stehen die Wriedeler in den Startlöchern: „Im Radwegeplan des Landkreises Uelzen ist der Weg von Brockhöfe zur Ellerndorfer Heide mit aufgenommen“, sagt Wriedels Bürgermeister Peter-Uwe Breyer. Im Jahr 2014 oder 2015 steht er im Plan und ist durch den Bau des Radwegs zwischen Ebstorf und Vinstedt ins Stocken geraten.

„Wir haben den Weg aber im Auge“, verspricht Wriedels Bürgermeister.

Von Jörn Nolting

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