Vier Absolventen mit Preisen der Karl Hillmer Gesellschaft / Jubilare: „Eine wunderschöne, unvergessene Zeit“

Ostfalia würdigt hochkarätige Arbeiten

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Alle Absolventen erhielten die Gelegenheit, sich und die Schwerpunkte ihrer Abschluss-Arbeiten vor großem Publikum vorzustellen.

Suderburg. Ein wenig nervös, aber sehr stolz präsentierten die vier Preisträger der Karl Hillmer Gesellschaft im Rahmen ihrer zweitägigen Jahrestagung und des Sommerfestes an der Ostfalia Suderburg ihre Abschluss-Arbeiten.

Einen ersten Preis erlangte Romina Gajewski mit ihrer „Kritischen Betrachtung von entwicklungsfördernden Programmen für Kindertagesstätten“, in Rahmen derer die junge Absolventin starke Defizite in den befragten Einrichtungen festgestellt hatte. „Bevor ein Kind Schwierigkeiten macht“, zitiert sie zum Einstieg ihres Vortrags die von ihr geschätzte Lehre, „hat das Kind selbst Schwierigkeiten. “ Sie und die weiteren drei Preisträger Daniela Stahlberg, Daniela Keitel, Sven Middendorf nahmen den Preis als große Anerkennung für die Ergebnisse ihrer umfangreichen und „hochkarätigen“ wissenschaftlichen Arbeit wahr.

Bei der ersten Verleihung eines Hochschulpreises für die von den Absolventen im Bereich eingereichten Diplomarbeiten, Bachelor- und Masterarbeiten hat die Karl Hillmer Gesellschaft die ersten Preise mit 500 Euro und die zweiten und dritten Preise immerhin noch mit jeweils 250 Euro dotiert.

In dem von Dekan Professor Albrecht Meißner geleiteten Bereich Bau-Wasser-Boden hatte Daniela Keitel ihre Arbeit über den „Hochwasserschutz am Beispiel Uelzen“ zu präsentieren, „so aktuell wie noch nie“, bestätigten ihre Hochschullehrer. Ebenso wie die Arbeit von Daniela Stahlberg, die sich mit ihrer Arbeit, der „Analyse der Fremdwassersituation als unerwünschter Abfluss“ in den Kläranlagen Lüneburgs beschäftigt hatte. Für Sven Middendorf standen die „Depressiven Episoden im Alter“ im Mittelpunkt seiner „Erarbeitung eines strukturierten Plans“.

Die Karl-Hillmer-Gesellschaft (KHG) hat sich als eingetragener Verein die Förderung der Studiengänge in Suderburg an der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften mit den Fakultäten Bau-Wasser-Boden und Handel, Logistik und Sozialwesen sowie ihrer Studierenden zum Ziel gesetzt. Dies geschieht unter anderem durch Zuschüsse zu Exkursionen und für Abschlussarbeiten, Zuschüsse für die Hochschule, Veranstaltung von Vorträgen und Fachtagungen sowie durch die Verleihung eines Hochschulpreises.

Ein weiterer Höhepunkt waren die Auftritte vieler zu ehrender Jubilare, die vor 25, 40, und sogar 65 Jahren ihren Abschluss in Suderburg erlangten. Zu ihnen gehörte unter einigen anderen der 89jährige Cornelius Menssen aus Oldenburg, der als Wasserbauingenieur zuletzt in Aurich bei der Schiffahrtsdirektion als Personalreferent tätig gewesen war und mit Claus Kronenberg aus Gifhorn vor dem Publikum noch Geschichten über die Entstehung eines aus Zuckerrübensirup hergestellten „Examinanten-Wein“ zum Besten gab. „Eine wunderschöne, unvergessene Zeit“, so die Senioren, wünschten sie auch all denjenigen, die heute dort studieren und „sich auch mal amüsieren.“

Von Angelika Jansen

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