Fachhochschule untersucht Auswirkungen und Einfluss von Studenten auf die Ortschaften

Ostfalia forscht für Suderburg

no Suderburg. Was passiert, wenn ein 2700-Einwohner-Dorf plötzlich über 1200 neue Mitbürger bekommt? Das ist keine theoretische Frage, sondern Realität in Suderburg.

Jenne Arnd

Professor Dr. Arnd Jenne vom Campus Suderburg der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften will herausfinden, welchen Einfluss die heute etwa 800 und zukünftig mehr als 1200 Studierenden der Ostfalia in Suderburg auf die Geschäftsentwicklung der Gewerbetreibenden in Suderburg, Eimke und Gerdau ausüben werden. Erst kürzlich fand zu diesem Thema eine Informationsveranstaltung in der Hochschule mit Gewerbetreibenden und Vertretern der Gemeindeverwaltung Suderburg statt. Professor Dr. Jenne, der als Wissenschaftler das Lehrgebiet Handelsmanagement an der Ostfalia vertritt, stellte das Forschungsprojekt vor und machte deutlich: „Die Mitwirkung der Gewerbetreibenden ist für den Projekterfolg unbedingt notwendig.“

Deshalb werden im Laufe des Wintersemesters 2011/12 Suderburger Gewerbetreibende und Studierende interviewt oder mittels Fragebögen befragt. Die Einkaufsgewohnheiten der Ostfalia-Studierenden werden aufgezeichnet und analysiert. Dabei zielt die Forschung auf Ergebnisse, die als Handlungsempfehlungen für die zukünftige Ausrichtung von Einzelhandel, Gastronomie, Handwerk und Dienstleistung geeignet sind. Erwartet werden konkrete Aussagen zur Neuausrichtung von Sortimenten beziehungsweise Angeboten, zu veränderten Öffnungszeiten, Standortverlagerungen innerhalb der Samtgemeinde und nicht zuletzt zu Personalbedarf bzw. Neueinstellungen. Die Präsentation des Ergebnisberichts ist für Anfang des nächsten Jahres geplant.

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