Offen, ehrlich und spontan

Pastor Mathias Dittmar (rechts) im Gespräch mit den Gemeindemitgliedern nach seiner Aufstellungspredigt. Fotos: Lüchow 

Suderburg. Dass für Pastor Mathias Dittmar Wasser immer eine große Rolle spiele, erklärte Anke Schlüter, Suderburger Kirchenvorstandsmitglied, zu Beginn des Aufstellungsgottesdienstes am Sonntagmorgen: Es regnete in Strömen und so musste die Predigt, die eigentlich am Hardausee stattfinden sollte, kurzfristig in die Kirche verlegt werden. Viele Gemeindemitglieder sowie auch Probst Jörg Hagen waren in die St.-Remigius-Kirche gekommen, um Mathias Dittmar kennen zu lernen.

Ein bisschen Lampenfieber war dem „Inselpastor“ von Helgoland zu Beginn des Gottesdienstes deutlich anzumerken. „Ich habe mich auf diese Stelle beworben, weil ich gerne Pastor in Suderburg sein möchte“, wandte er sich in seiner Vorstellung an die Gemeinde. Mathias Dittmar erzählte von seinem Urlaub mit der Familie in Tallinn, von dem er erst vor ein paar Tagen zurückgekehrt ist – und von seinem Hobby: dem Geocaching, das er sogar im Urlaub auf einer Insel ausüben konnte. In seinem Taufgedenkgottesdienst erinnerte er die Gemeinde, das sich fürchten müsse, der Schutzschirm Gottes beschützt sie, so dass sie Frieden in Christus finden mögen. Pastor Dittmar bat in Fürbitten um Unterstützung für die Angehörigen der Opfer in Norwegen, Hilfe für die Hungernden in Afrika und bat, alles zu tun, um die Schöpfung zu erhalten.

Die musikalische Begleitung des Gottesdienstes übernahmen Regina Roberts-Grocholl, Gesang, und Susanne Sonderhoff an der Gitarre. Die Prädikantin hätte eigentlich diesen Gottesdienst geleitet. Anke Schlüter wies am Ende des Aufstellungsgottesdienstes darauf hin, dass noch bis Sonnabend, 6. August, Einwände gegen Dittmar erhoben werden können. Wer meine, dass der 53-jährige Theologe wegen seiner pastoralen Befähigung ungeeignet für den Posten sei, müsse seine Einwände schriftlich und mit Gründen beim Vorsitzenden des Kirchenkreistages, geltend machen.

Allerdings dürfte Dittmars Predigt zum Thema „Taufe“ nach Ansicht der meisten Kirchenbesucher keinen Anlass gegeben haben, an seiner Befähigung zu zweifeln. Viele lobten ihn: Er mache einen offenen ehrlichen Eindruck, sei spontan und flexibel.

Anke Schlüter übermittelte Grüße von Pastorin Heike Burkert, die demnächst ihr Amt als Superintendentin des Kirchenkreises Wesermünde antreten wird. Immer wenn die Glocken läuten, denke sie an Suderburg, diese klängen einfach besser. Am Schluss waren Pastor Mathias Dittmar, seine Frau Utta und Sohn Tobias (13) von Gemeindemitgliedern umlagert, die Näheres von der Familie wissen wollten.

Von Gisela Lüchow

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