Oetzener ist erster Kandidat für das Amt des Suderburger Samtgemeindebürgermeisters

Thomas Schulz geht ins Rennen

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Der 49-jährige Oetzener Thomas Schulz ist der erste Kandidat, der sich um das Amt des Suderburger Samtgemeindebürgermeisters bewirbt.

Suderburg/Oetzen. „Die Samtgemeinden Suderburg und Rosche sind sich recht ähnlich“, sagt Thomas Schulz und lehnt sich in seinen Stuhl. Ein wenig angespannt ist er schon, denn schließlich ist er der erste Bewerber für das Amt des Suderburger Samtgemeindebürgermeisters.

Amtsinhaber Friedhelm Schulz wird nicht erneut antreten, deshalb wird sein Posten als Rathauschef zum 1. November dieses Jahres frei. Sein Nachfolger wird am 25. Mai parallel zur Europawahl von den Einwohnern der Samtgemeinde Suderburg gewählt.

Thomas Schulz ist 49 Jahre alt, verheiratet, hat zwei Kinder und wohnt in Oetzen. Seine berufliche Laufbahn begann 1980 beim Bundesgrenzschutz in Bad Bodenteich und am Uelzener Hainberg. 1987 wechselte er zur Verwaltungsschule nach Köln. „Nach zwei Jahren habe ich meinen mittleren Dienst bei der Bundesverwaltung abgeschlossen“, schildert der Oetzener. Dann machte er wieder einen Schritt in Richtung alte Heimat und war beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Lüneburg und Hamburg tätig.

1995 folgte der Wechsel in die Verwaltung der Samtgemeinde Rosche. „Ich habe dort als Personalsachbearbeiter und Standesbeamter begonnen und später auch die EDV übernommen“, sagt Schulz.

2003 bis 2004 erfolgte der Aufstieg in den gehobenen Dienst. Sein Schwerpunkt: die doppelte Buchführung (Doppik). Die hat Schulz dann in der Samtgemeinde Rosche eingeführt. „Rosche war die erste Samtgemeinde im Landkreis Uelzen“, sagt er nicht ohne Stolz. Zwei Jahre später übernahm er im Rathaus die Leitung des Ordnungsamtes, den Brandschutz und auch das Amt des Gemeindedirektors für die Gemeinde Oetzen. „Ich kenne beiden Ebenen ganz gut“, betont der erste Kandidat für das Amt des Suderburger Samtgemeindebürgermeisters. Die Kämmerei sei schließlich eine der Grundbedingungen für den avisierten Posten.

Zum September 2012 fand ein erneuter beruflicher Wechsel statt – vom Roscher Rathaus ging Schulz nach Bad Bevensen und war fortan in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf für Personal, Organisation sowie Kultur tätig und beriet bei der Doppik-Betreuung und der Personalkostenplanung. Sein aktueller Arbeitgeber ist rechtzeitig über die geplante Bewerbung informiert worden. „Es ist für mich ein weiterer Schritt im persönlichen Werdegang, ein Konstrukt zu leiten und die Verantwortung für die Verwaltung zu übernehmen“, begründet er seine Bewerbung.

Die ersten Einblicke der Samtgemeinde Suderburg erhielt er über das Internet. „Ostfalia, Museumsdorf, Bohlsener Mühle, viel Wald und landwirtschaftlich geprägt“, fasst er kurz zusammen und ist wieder bei seinem Vergleich zur Samtgemeinde Rosche, was Land und Leute betrifft. Die drei Schlagworte „Bürgernähe, Offenheit und Ehrlichkeit“, seien ihm besonders wichtig.

Da er als möglicher Kämmerer die Finanzen im Blick haben muss, wird auch er bis 2017 sparen müssen. „Sparen ist keine dankbare, aber notwendige Aufgabe“, sagt Thomas Schulz und hält ab 2017 eine gute Entwicklung der Samtgemeinde Suderburg für möglich. Nachdenken müsse man über sinnvolle Kooperationen. In ruhige politische Fahrwässer will er die Samtgemeinde bringen und versuchen, Konflikte abzubauen. „Das halte ich als neutrale Person für möglich“, sagt Schulz und beschreibt sich als jemand, der ein ruhiges und ausgeglichenes Wesen besitzt. Ein Parteibuch hat der Kandidat aus Oetzen nicht.

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