Ausschuss gibt grünes Licht für zweiten Abschnitt des Gerdauer Baugebietes „Hofkoppel“

Bis zu 20 neue Wohnhäuser möglich

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Auf dieser Fläche nordöstlich des bestehenden Baugebietes „Hofkoppel“ in Gerdau soll bis 2018 der zweite Bauabschnitt erschlossen werden.

Gerdau. „Die Voraussetzungen sind günstig: Das Grundstück gehört der Gemeinde, die Zinsen sind niedrig. Worauf wollen wir noch warten?“, fragt Gerdaus Gemeindebürgermeister Stefan Kleuker (CDU).

Damit spielt er auf ein Vorhaben von Politik und Verwaltung an, mit dem die Einwohnerzahl erhöht werden könnte. Es geht um die geplante Erschließung des zweiten Abschnitts im Baugebiet „Hofkoppel“ in Gerdau. Dafür hat sich der Bauausschuss der Gemeinde jetzt einstimmig ausgesprochen.

Es sei wichtig, die Kindertagesstätte und die Grundschule in Gerdau langfristig zu erhalten, betont Kleuker. Außerdem müsse der Bohlsener Mühle die Möglichkeit zur Erweiterung geboten werden, damit dort neue Arbeitsplätze entstehen könnten. „Für all das müssen wir arbeitsplatznahen Wohnraum schaffen“, sagt der Bürgermeister mit Blick auf die vorgesehene Erweiterung des Baugebietes „Hofkoppel“.

Das dafür ins Auge gefasste Areal ist 22 577 Quadratmeter groß, bietet eine Wohnbaufläche von etwa 18 500 Quadratmetern und grenzt nordöstlich an den ersten Abschnitt an. Dort könnten bis zu 20 zusätzliche Grundstücke geschaffen werden. Damit würde sich die Zahl der Wohnhäuser an der „Hofkoppel“ verdoppeln, denn im ersten Abschnitt, der seit Ende der 1990er-Jahre bebaut wurde, stehen bereits rund 20 Häuser. Nur ein einziges Grundstück ist dort noch frei.

Bau-Fachbereichsleiter Rüdiger Lilje sieht eindeutig Bedarf für die Schaffung zusätzlicher Baugrundstücke. Zurzeit gebe es im Ortsteil Gerdau nur noch zwei freie Baulücken. Somit sei „festzustellen, dass die Nachfrage durch das bestehende Baulückenprogramm nicht mehr sichergestellt werden kann und insofern eine Erschließung neuer Bauflächen erforderlich ist“, so Lilje.

Der Ausschuss empfahl, auf der Erweiterungsfläche der „Hofkoppel“ eine 380 Meter lange Baustraße zu schaffen. Einschließlich der Planungskosten müsste die Gemeinde dafür geschätzte 90 000 Euro aufwenden.

Kleuker plädiert dafür, sobald wie möglich mit der Erschließung zu beginnen. Realistisch sei, die Planung im kommenden Jahr zu erarbeiten und die Umsetzung 2018 folgen zu lassen. Dagegen dürfte es schwierig werden, die Erschließung noch im laufenden Jahr zu planen, glaubt Kleuker. Denn im Haushalt 2016 steht dafür kein Geld zur Verfügung. In einem Gespräch mit dem Landkreis als Kommunalaufsicht soll nun ausgelotet werden, ob mit einem Nachtragshaushalt oder durch Umschichtung des Gemeinde-Etats doch noch Planungsmittel kurzfristig zur Verfügung gestellt werden können.

Von Bernd Schossadowski

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