Ostfalia Hochschule plant Erweiterung am Campus Suderburg

Neubau für drei Millionen Euro

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Ein möglicher Standort für den Erweiterungsbau der Ostfalia ist eine landeseigene Fläche auf dem Suderburger Campus, zwischen dem Studentenwohnheim an der Straße „In den Twieten“, dem Parkplatz und der Mensa gelegen.

Suderburg. Die Suderburger Ostfalia wird in den kommenden Jahren ihr Gesicht verändern. Aufgrund der steigenden Studenten- und Mitarbeiterzahlen plant die Hochschule auf oder direkt neben ihrem Campus einen Erweiterungsbau für die Fakultät Handel und Soziale Arbeit.

Die Gesamtkosten beziffert Roland Distler, Leiter des Gebäudemanagements der Ostfalia, auf rund drei Millionen Euro. Die geplante Nutzfläche soll 636 Quadratmeter betragen.

Der Neubau soll Seminarräume, Dienstzimmer sowie eine Lern- und Forschungswerkstatt enthalten. „Zwei der Seminarräume ersetzen Räume, die im Bestand zugunsten einer dringend notwendigen Erweiterung der Bibliothek aufgegeben werden sollen“, erklärt Distler. Theoretisch könnte die Bibliothek auch in dem Erweiterungsbau untergebracht werden. Doch ihr jetziger Standort sei ideal, weil so zentral im Hochschulgebäude gelegen, schildert Distler. Daher sei es sinnvoller, die Bibliothek dort zu erhalten und auf die benachbarten Räume auszuweiten.

Ein weiterer Vorteil eines Neubaus: Mitarbeiter, die derzeit in angemieteten Räumen im Bürocenter an der Bahnhofstraße untergebracht sind, könnten nach Fertigstellung des neuen Gebäudes wieder Dienstzimmer auf dem Campus beziehen, sagt Distler.

Er geht von einem Baubeginn Anfang 2018 und einer Fertigstellung bis spätestens Mitte 2019 aus. Der Erweiterungsbau werde vollständig aus Rücklagen der Hochschule finanziert. „Das Vorhaben ist in der Haushaltsplanung des Landes berücksichtigt und für den Doppelhaushalt 2017/2018 vorgesehen“, berichtet er. Derzeit erfolge die Abstimmung des Raumprogramms mit dem niedersächsischen Wissenschafts- und Kultusministerium.

Doch wo genau soll der Neubau entstehen? Dafür gibt es nach Aussage von Distler mehrere Optionen, die noch geprüft werden müssten. „Unser Favorit ist ein landeseigenes Grundstück in direkter Nachbarschaft zu den vorhandenen Gebäuden. Es befindet sich zwischen dem Studentenwohnheim und der Mensa, neben den bestehenden Parkplätzen.“ Eine Alternative wäre, eine an den Campus angrenzende Fläche zu kaufen, die der Gemeinde Suderburg gehört. Dafür stünden zwei Grundstücke zur Auswahl – eines südlich, das andere westlich des Hauptgebäudes.

Für eine solche Lösung haben die politischen Gremien der Gemeinde bereits grünes Licht gegeben, sagt Bau-Fachbereichsleiter Rüdiger Lilje. Sie haben bereits im Vorfeld beschlossen, der Ostfalia für eine mögliche Erweiterung notwendige Flächen zur Verfügung zu stellen.

Doch bis dahin müssten noch viele Fragen geklärt werden, betont Distler. Der Auftrag an das Staatliche Baumanagement sei nach Prüfung und Genehmigung des Raumprogramms sowie der baufachlichen Beratung durch die Oberfinanzdirektion für Ende des Jahres zu erwarten.

Von Bernd Schossadowski

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