5,8 Millionen für die Hochschule

Technische Messungen gehören am Campus Suderburg zum täglichen Programm – ohne Mathe kommen die Studenten dabei nicht weit. Mit den Geldern vom Bund sollen an der Ostfalia nun zusätzliche Förderkurse für die Studenten eingerichtet werden. Foto: Ph. Schulze

Suderburg. Geldsegen für die Ostfalia Hochschule: Rund 5,8 Millionen Euro bekommt die Fachhochschule in den nächsten fünf Jahren vom Bund. Das erste Geld fließt bereits zum kommenden Wintersemester 2011/12. Der Fördertopf wird auf die vier Standorte Suderburg, Salzgitter, Wolfenbüttel und Wolfsburg verteilt. Die in den vergangenen Jahren begonnene „Frischekur“ an den Hochschulstandorten kann somit fortgeführt werden – auch der Standort Suderburg wird von dem Geld profitieren.

Allgemein sollen die Fördermittel zur weiteren Verbesserung der Studienbedingungen und der Lehrqualität verwendet werden. „Wie genau das Geld verteilt wird, können wir derzeit noch nicht sagen. Bei 200 Bewerbern konnten wir ja nicht damit rechnen, zum Zuge zu kommen. Umso größer war die Freude, als der Anruf kam“, berichtet Pressesprecherin Evelyn Meyer-Kube. Insgesamt waren bundesweit 111 Hochschulen mit ihren Anträgen erfolgreich, darunter 52 Universitäten, 47 Fachhochschulen und 12 Kunst- und Musikhochschulen.

Die Ostfalia erhielt die Förderzusage für ihr Konzept „StEP – Das Studienerfolgsprogramm der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften“. Dieses beinhaltet vier Aktionsbereiche, von denen drei Förder- und Beratungsmaßnahmen für Studierende sind. Im vierten Aktionsbereich soll die Qualität der Lehre verbessert werden – und zwar durch zusätzliche Fortbildungsangebote für die Lehrenden.

So werden unter dem Titel „Auf dünnem Eis“ künftig Studierende gezielt gefördert, die wegen mangelnder Leistungen in ihrem Studium scheitern könnten. Individuelle Beratungen und Coachings, abgestimmt auf die Schwierigkeiten der Studenten, sollen helfen, erfolgreich zu bestehen. Die Hilfestellung kann dabei sowohl fachlicher als auch organisatorischer Natur sein – Selbstmanagement und Lernstrategien sind gleichermaßen Thema.

In dem zweiten und dem dritten Aktionsbereich – „Vor- und Brückenkurse“ und „Mathe-Plus“ – soll Studienanfängern der Einstieg in das Studium erleichtert werden. Nachdem in Einstufungstests ermittelt wurde, auf welchem Stand die jungen Leute sind, werden sie in speziell abgestimmten Kursen mit unterschiedlichem Niveau gefördert.

Um die Betreuung der Studenten weiter zu optimieren, werden die Lehrenden zusätzlich fachdidaktisch geschult. Zudem wird mehr Personal eingesetzt – vor allem für die neuen Förderkurse werden Lehrende gebraucht. „Zwei Monate harte und intensive Arbeit haben sich gelohnt. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserem Konzept erfolgreich waren und dieses nun umsetzen können“, sagte Ostfalia-Präsident Prof. Dr. Wolf-Rüdiger Umbach.

Von Wiebke Brütt

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