In der Grundschule Gerdau kehrt noch mehr Leben ein

Lebenshilfe zieht in Schule ein

In den zweigeschossigen Neubau an der Gerdauer Grundschule will ab September das Haus der Lebenshilfe aus Uelzen für mindestens zwölf Monate einziehen. Foto: Wendlandt

Gerdau. In der Grundschule Gerdau kehrt noch mehr Leben ein. Denn voraussichtlich ab September werden hier nicht nur die Grundschüler, sondern zusätzlich Kinder des „Haus der Lebenshilfe“ Uelzen herumspringen. Die soziale Einrichtung mietet Räume der Schule an, da ihr eigenes Domizil derzeit langfristig saniert und umgebaut wird.

Für zwölf Monate möchte die Lebenshilfe die Räume der Grundschule anmieten. „Ich möchte aber den Gedanken nicht aufgeben, dass daraus eine längerfristige Vermietung wird“, machte Suderburgs Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz bei der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses der Samtgemeinde keinen Hehl daraus, dass er die Einrichtung für einen guten Partner hält. Und auch Schulleiterin Carola Albrecht hält eine Zusammenarbeit mit der Lebenshilfe, bei der geistig behinderte Kinder betreut werden, für eine gute Idee. „Natürlich müssen wir sehen, wie das tatsächlich zusammen funktioniert. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit – gerade in Zeiten der Inklusion. Ich denke aber, das muss dann alles erst zusammenwachsen.“

Die Lebenshilfe würde die leer stehenden Räume der Grundschule Gerdau im zweigeschossigen Anbau anmieten. Insgesamt 524 Quadratmeter stünden den Kindern mit Handicap hier zur Verfügung.

Der Sozialausschuss empfahl einstimmig die Vermietung der Räume, sofern die Arbeiten an der Grundschule bis zum September soweit abgeschlossen sind, dass die Gerdauer Schüler selber diese Zimmer im Neubau nicht mehr brauchen. Derzeit wird das Obergeschoss nämlich noch von der Schule selber genutzt. Die Empfehlung des Ausschusses muss nun noch vom Samtgemeindeausschuss bestätigt werden.

Lange vor der Sanierung des Altbaus der Grundschule wurde darüber diskutiert, ob nicht lieber der zweigeschossige Neubau ausgebaut werden solle (die AZ berichtete). Am Ende entschied sich die Politik mit knapper Mehrheit angesichts der sinkenden Schülerzahlen für die Altbau-Sanierung. Für den Neubau wurden immer wieder Nutzungskonzepte gesucht.

Von Wiebke Brütt

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