Baumaßnahmen an der Ostfalia in Suderburg geplant: 150 000 Euro für Dachsanierung

Labor macht Platz für neuen Hörsaal

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Hoffen auf den Geldhahn aus Hannover: An der Ostfalia sind noch weitere Ideen vorhanden.

Suderburg. Aktuell gibt es in Suderburg 1084 Studierende. Ein Erfolg, der von der Hochschulleitung neben dem weltweit renommierten Image der Fakultät Bau-Wasser-Boden insbesondere auf die Gründung der zweiten Fakultät Handel und Soziale Arbeit, die Neustrukturierung des vorhandenen Studienangebotes, die Einrichtung neuer Studiengänge sowie die Erhöhung der Beschäftigtenzahl zurückgeführt wird.

Muss weichen, weil mehr Platz benötigt wird: Das Labor für Küstenschutz macht Platz für einen neuen Hörsaal.

Die wachsende Studierendenzahl stellt den Standort Suderburg allerdings auch vor große Herausforderungen. „Dies betrifft in erster Linie den Aus- und Umbau der Hochschulgebäude, die Wohnsituation der Studierenden sowie die Nahversorgung der Hochschulangehörigen“, erklärt Ostfalia-Präsident Professor Dr. Wolf-Rüdiger Umbach und betont, dass vieles bereits in Zusammenarbeit mit dem Wissenschaftsministerium und dem Staatlichen Baumanagement Lüneburger Heide in Angriff genommen oder sogar abgeschlossen worden sei. Dazu zählen zum Beispiel umfangreiche Brandschutzmaßnahmen, die energetische Sanierung des Altgebäudes sowie die Sanierung der Aula und der Seminarräume. Ferner konnten die Medientechnik und die Ausstattung der Bibliothek ergänzt werden. „Dennoch besteht weiterer Bedarf für Ausbaumaßnahmen sowie die Bauerhaltung“, erklärte Umbach. Als vorrangig bezeichnete er in diesem Zusammenhang die Erweiterung der Bibliothek sowie die Herrichtung von Räumen für die Fakultät Handel und Soziale Arbeit, die bei über 700 Studierenden erheblichen Raumbedarf hat. „Die Bibliothek für den Fachbereich ist viel zu klein. Wir bekommen Jahr für Jahr mehr Studenten dazu“, weiß auch Roland Distler, Leiter Gebäudemanagement der Ostfalia. Er schildert, welche Baumaßnahmen konkret in diesem Jahr noch anstehen: „Wir haben zwei Dachsanierungen geplant und im Gebäude A wird die Entwässerung erneuert.“ 150 000 Euro kosten die beiden neuen Dächer. Die Arbeiten sollen in den Semesterferien im Sommer beginnen. „Die Hauptbauzeit soll möglichst in die Semesterferien gelegt werden“, sagt Distler. Zwischen Juli und September soll gebaut werden, die Ausschreibungen werden im Moment vorbereitet.

Doch nicht nur auf der Hochschule stehen Baumaßnahmen an, sondern auch innerhalb. Ein Umbau ist geplant: Im Sommer soll das Küstenschutzlabor umziehen und an dessen Stelle ein weiterer Hörsaal entstehen – auch eine Reaktion auf die erhöhte Zahl der Studierenden.

Und das ist noch nicht alles, was für den Ostfalia-Standort Suderburg angedacht ist. „Wir haben viele Ideen“, verspricht Distler. Diese Ideen liegen zum Teil aber noch auf den Schreibtischen in Hannover und sind deswegen noch längst nicht spruchreif. Außerdem, so Distler, müsse man abwarten, wie das Ergebnis der Landtagswahl am Sonntag ausfalle und wie anschließend mit dem Bereich Hochschulen umgegangen werde.

Von Jörn Nolting

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