Suderburger beleidigen Bauarbeiter / Zwei Anträge für den Kirchweg

Konzentration auf die Baustelle

Viel Geduld brauchen die Einwohner von Suderburg und Umgebung: Die Straßen- und Kanalarbeiten in der Hauptstraße dauern noch bis Mitte Oktober – dann folgt im nächsten Jahr ein weiterer Bauabschnitt. Foto: Ph. Schulze

Suderburg. In vier bis fünf Wochen wird die Deckschicht gefahren. „Dann hat sich das ganze Problem erledigt und die Baumaßnahme an der Hauptstraße ist am Krempelweg angelangt“, sagt Rüdiger Lilje, Fachbereichsleiter für Bauwesen der Samtgemeinde Suderburg.

Zwei große Straßenbaumaßnahmen gibt es derzeit in der Samtgemeinde – in Hösseringen und in Suderburg.

Mit seiner Bermerkung zielt Lilje auf die Diskussion um den Verbindungsweg zwischen der Burgstraße und dem Poppelreunsweg ab. „Eigentlich ist es ja nur eine Wiese“, findet der Fachbereichsleiter, ein klarer Weg sei nicht erkennbar. In der Zeit von 1950 bis 1955 wurde dieser Weg für den Viehtrieb benutzt, in den 80er Jahren erhielt ein Landwirt die Erlaubnis, die Fläche zu bewirtschaften. „Im Moment versinkt alles im Wasser“, weiß Lilje. Und auch der Pegel des Baches ist bei diesem Wetter überdurchschnittlich hoch. Der Verbindungsweg steht auf der Tagesordnung der nächsten Bauausschusssitzung der Gemeinde Suderburg am Donnerstag, 26. Juli, um 18 Uhr im Kaffee Hof an der Hauptstraße. Zwei Anträge liegen der Verwaltung vor: Es wurde beantragt, den Weg als Umleitung für die gesamte Bauzeit der Hauptstraße passierbar zu machen und ein zweiter Antrag fordert, den Bach passierbar zu machen, so dass Landmaschinen über die Furt gelangen können. Zwischenzeitlich lag eine Stahlplatte über dem Bachlauf. Inzwischen wurde sie aber von der Gemeinde wieder entfernt. „Sie lag nur während der Vollsperrung der Hauptstraße dort“, erläutert Lilje. Radfahrer und Fußgänger können inzwischen die Baustelle wieder passieren. Lilje bezeichnet den Weg als „Nebenkriegsschauplatz“: „Wir müssen uns auf die Baustelle konzentrieren. Wir dürfen nicht trödeln, nicht dass wir am Ende eine Winterbaustelle haben.“ Augen zu und durch lautet sein Motto.

Eine Zeitverzögerung gibt es in Suderburg nicht – in Hösseringen allerdings schon. Dort hat gestern die zweite Kolonne mit dem Kanalbau begonnen. In Suderburg steigen laut Lilje die Befindlichkeiten der Einwohner. So habe er vernommen, dass Bauarbeiter beleidigt wurden. Bis Mitte Oktober müssen die Suderburger noch warten. Doch auch danach werden sie Geduld aufbringen müssen, denn die Baustelle wandert im nächsten Jahr weiter in Richtung Ortsmitte.

Von Jörn Nolting

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