12 Kilo in der Suderburger Filiale entdeckt

Größter Fund in Niedersachsen: 400 Kilogramm Kokain bei Edeka

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Die Edeka-Filiale in Suderburg: Unter den Bananen aus Kolumbien lagen Kokain-Päckchen.

Suderburg. Oben lagen goldgelbe Bananen, doch unter dem Obst wurden die Fahnder fündig: Die Polizei hat am Donnerstag in der Suderburger Edeka-Filiale insgesamt zwölf Kilogramm Kokain beschlagnahmt.

Das gepresste, hochkonzentrierte Rauschgift war in 500 Gramm- und Ein-Kilo-Folienpaketen verpackt. Es ist Teil des größten Kokain-Fundes, den das Landeskriminalamt (LKA) Niedersachsen je gemacht hat: Insgesamt wurden rund 400 Kilogramm der Droge beschlagnahmt, die in rund 10 000 Bananenkisten transportiert wurden. Wert: Ein hoher zweistelliger Millionenbetrag. Die Kisten wurde an Edeka-Märkte in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hamburg geliefert.

Mit Bananen „garniert“ verlief die Reise des Kokains bis Antwerpen planmäßig – dann kaufte Edeka die Kisten. Foto: Polizei

Die Supermarktkette war eher zufällig in den Besitz der präparierten Bananenkisten gekommen. Sie waren per Schiff aus Kolumbien nach Antwerpen gebracht worden und sollten dort eigentlich an ihren Abnehmer übergeben werden. Doch auf dem Obstmarkt war offenbar der Edeka-Käufer schneller und erwarb die rund 10 000 Kisten. Sie wurden dann an die zentrale Edeka-Verteilerstelle nach Braunschweig transportiert. Dort entdeckten dann Mitabeiter beim Umpacken die Kokainpäckchen und alarmierten die Polizei. „Wir haben mehr als 200 Standorte überprüft“, erklärte LKA-Sprecher Frank Federau. Derzeit versuche man den eigentlichen Adressaten der Kisten zu ermitteln.

Von Thomas Mitzlaff

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