Suderburg: Neue Regelung zum Wintersemester 2014/15 / Forschungsstärkste Hochschule

Keine Gebühren fürs Studieren

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Die Ostfalia Hochschule in Suderburg bekommt ab dem Wintersemseter 2014/15 insgesamt 430 Euro pro Semester pro Student. Die Studierenden sparen dann 500 Euro Studiengebühr pro Semester.

Suderburg. Die Studenten der Ostfalia Hochschule in Suderburg können sich freuen: Ab dem Wintersemester 2014/15 werden die Studiengebühren abgeschafft. Die Hochschulen bekommen das Geld, das nun wegfällt, vom Land ersetzt.

Gute Nachricht auch für die Hochschul-Leitung: 29 720 Euro pro Professor – so hoch ist der Betrag, den die Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften im Durchschnitt an Drittmitteln im Jahr einwirbt. Das ist ein herausragendes Ergebnis im Vergleich mit allen niedersächsischen Hochschulen. Die Drittmittelquote der Ostfalia als forschungsstärkste Hochschule Niedersachsens liegt rund 9000 Euro pro Professor über dem bundesweiten Durchschnitt für Fachhochschulen.

450 Millionen Euro stellt das Land Niedersachsen unter der neuen rot-grünen Regierung bis 2018 bereit. „Mir ist der genaue Ablauf noch nicht bekannt“, sagt Suderburgs Dekan Professor Dr. Albrecht Meißner zu den Studiengebühren. Im September findet die nächste Sitzung der Hochschul-Leitung statt. Hochgerechnet bekommt die Ostfalia 430 Euro pro Semester pro Student. „Das kommt ungefähr hin. Wir liegen sogar ein bisschen über dem, was wir bisher hatten“, rechnet Meißner, weil es Studenten gab, die von den Gebühren befreit waren – üblicherweise zahlen sie 500 Euro pro Semester. An alle Studenten, die jetzt überlegen, ein Semester abzuwarten, um Geld zu sparen, gibt Meißner den Rat: „Das Warten lohnt sich nicht“, denn schließlich könne man ein halbes Jahr früher in den Beruf einsteigen. Die Regelung gilt bis 2018. Alles, was folgt, ist laut Meißner „ein Blick in die Kristallkugel“.

Die Zahlen der Drittmittel hingegen wurden jetzt in einer Stellungnahme der Wissenschaftlichen Kommission Niedersachsen zu Stand und Perspektiven der Forschung an Fachhochschulen in Niedersachsen veröffentlicht, die Vergleichsdaten stammen aus dem Jahr 2008.

„Dieses Ergebnis zeigt, dass die Forscher unserer Hochschule mit ihren Projektthemen sehr erfolgreich anwendungsorientierte Fragestellungen aus Unternehmen und Gesellschaft aufgreifen und bearbeiten. Besonders zu würdigen sind diese Erfolge, wenn man berücksichtigt, dass die Lehrverpflichtungen unserer Professoren deutlich über denen an Universitäten liegen“, sagt Professorin Dr. Rosemarie Karger, Vizepräsidentin für Forschung, Lehre und Technologietransfer an der Ostfalia.

Unterstützt werden die Forschenden der zwölf Fakultäten und ihre Partner durch hochschulinterne Förderprogramme sowie bei der Suche nach externen Förderungsmöglichkeiten und in der Phase der Antragstellung und -bearbeitung.

Von Jörn Nolting

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