Keine CO2-Verpressung in Eimke

Eine CO2-Verpressung in Eimke will die Samtgemeinde Suderburg verhindern. Foto: dpa

Suderburg. Gleich zwei Umweltthemen beschäftigen den Samtgemeinderat Suderburg. Zum einen geht es um die CO2-Verpressung und zum anderen um die Atomenergie.

Die SPD-, WSL- und Grünen-Gruppe der Samtgemeinde hat einen Antrag eingereicht, der so allerdings nicht mehr während der nächsten Sitzung des Samtgemeinderates am Montag, 18. April, behandelt wird. „Ich habe den Antrag vorliegen“, sagt Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz, aber auf der Tagesordnung steht er wohl erst bei der nächsten Ratssitzung – nicht am 18. April.

Die Gruppe fordert ein klares Zeichen zu setzen und zum nächstmöglichen Zeitpunkt die Energieversorgung aller samtgemeindeeigenen Gebäude vollständig auf die Belieferung mit Strom umzustellen, der nicht aus Atomkraftwerken stammt. Gleichzeitig appelliert die Gruppe an alle Firmen, Einrichtungen sowie Einwohner, ebenfalls auf eine atomstromfreie Energieversorgung umzustellen. Darüber hinaus sind alle Möglichkeiten zu nutzen, um den Stromverbrauch durch Effizienzsteigerungen, Einsparungen und energetische Sanierungen so weit wie irgend möglich zu verringern. „Es müssen im öffentlichen wie im privaten Bereich alle Maßnahmen intensiviert werden, die der Einsparung von Energie dienen. Um die Energiewende auch vor Ort einzuläuten, müssen alle beteiligten Akteure an einem Strang ziehen. Zu ihnen gehören Kommunen, Versorger, Erzeuger, Forschungseinrichtungen, Organisationen sowie sämtliche Endverbraucher“, fordert Gruppensprecher Hans-Hermann Hoff. Und auch die Landes- und Bundesregierung wird darin aufgefordert, sich für den Ausbau und die Förderung erneuerbarer Energien einzusetzen. Klar Stellung beziehen will die Samtgemeinde Suderburg am Montag, 18. April, um 19 Uhr im Kaffee-Hof zur Möglichkeit der CO2-Einlagerung in Eimke, das kündigte Schulz bereits während der Sitzung des Gerdauer Rates an. „Wir werden uns dagegen äußern und das Unterfangen von vornherein unterbinden.“

Eimke sei mit dem Schießbetrieb und dem Fahrzeugverkehr eh schon genug belastet, so Schulz. Außerdem gab er zu bedenken, dass sich die Technik noch in der Erprobung befindet.

Von Jörn Nolting

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