Kein Offener Garten in Niebeck

Barbara Güthling in ihrem Garten in Niebeck.

Niebeck - Von Jörn Nolting. Das Wetter wird besser, der Winter ist überstanden. Zahlreiche Gartenfreunde machen ihr Kleinod vor der Haustür wieder schön. Und sie holen sich Tipps – nicht nur von Gartenbaufirmen, sondern auch von Hobbygärtnern.

Um sich ein Bild von fremden Gärten machen zu können, finden im Sommer die so genannten „Offenen Gärten“ statt. In diesem Jahr wollte auch erstmals Barbara Güthling aus Niebeck teilnehmen. Angeregt wurde dies durch die vielen Gartenfreunde und Besucher in ihrem Garten, die immer mal wieder den Wunsch an einem neuen, Offenen Garten äußerten. Doch daraus wurde nichts. Zwei Juroren schauten sich in Hinsicht auf die Offenen Gärten ihren Garten in Niebeck an und kamen zu dem Schluss, dass ein „gärtnerisches Gesamtkonzept“ nicht zu erkennen ist. Ein Schlag ins Gesicht für die Bewohnerin des 208 Jahre alten Forsthauses in Niebeck, die im Jahresdurchschnitt laut eigenen Angaben rund drei bis vier Stunden täglich im Garten arbeitet. „Nur weil sie kein Konzept erkennen können, heißt es ja nicht, dass es kein Konzept gibt“, beklagt sich die kaufmännische Angestellte einer Forstbaumschule.

„Man muss aber trotz Konzept so flexibel bleiben, um jederzeit das im Voraus geplante umwerfen zu können und den Schwierigkeiten der Lage gerecht zu werden.“ Das mit den angrenzenden Wiesen rund 16 000 Quadratmeter große Grundstück mit Waldlage besticht im besonderen durch die Artenvielfalt in Flora und Fauna. „Mein Ziel ist es, es das ganze Jahr über blühend zu haben sowie genügend Lebensraum für unsere mit uns lebenden Tiere zu erhalten“, schildert die Niebeckerin. So wurden beispielsweise bewusst Brennnesseln für die Schmetterlinge stehen gelassen und auf der alten Obstwiese steht gewollt sogenanntes Totholz für die Spechte und andere Insekten. Barbara Güthlig vermutet, dass auch die Erstellung des neuen Flyers für die Offenen Gärten dahinterstecken könnte und die Organisatoren Geld sparen wollen. „Vielleicht sollte auch mal über das eigene Konzept nachgedacht werden“, so die Meinung der Niebeckerin.

„Mitmachen will ich dort nicht mehr, “, sagt Barbara Güthling, „obwohl mir ja der wertvolle Tipp gegeben wurde, weiter im und am Garten zu arbeiten. Besucher werden nach wie vor, auch ohne die Offenen Gärten zur Besichtigung kommen. Schade finde ich nur, dass man Leuten, die sich freiwillig melden an einer ja öffentlichen Sache teilzunehmen, die Lust dazu nimmt.“

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