Umbau von Groß Süstedter Biogasanlage geplant / Anwohner überreichen Unterschriftenliste

Hoffen auf weniger Gestank

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Sorgt mit unangenehmen Gerüchen für Aufregung bei den Anwohnern: Die Biogasanlage bei Groß Süstedt soll umgebaut werden, damit sie effektiver läuft, aber auch, damit die Geruchsbelästigung abnimmt.

Groß Süstedt. Die Biogasanlage zwischen Groß Süstedt und Gerdau soll baulich verändert werden. Das Vorhaben des Groß Süstedter Landwirts Bernd Meyer stand auf der Tagesordnung der Bauausschüsse der Samtgemeinde Suderburg und der Gemeinde Gerdau.

„Die Gemeinde Gerdau und die Samtgemeinde Suderburg mussten ihre Zustimmung für die Änderung ohne Bauleitplan geben“, erklärt Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz.

Die bauliche Änderung der Anlage soll die Effektivität erhöhen – doch nicht nur das. Auch unangenehme Gerüche sollen beseitigt werden so gut es geht. Die Ausschussvorsitzende Elvira Hentschke (CDU) berichtete, dass eine Unterschriftenliste von rund 30 Anliegern vorliege. Gesammelt wurden sie von Elinor Damm. Die wohnt am Feldgarten in Gerdau und beklagt sich über den scharfen Güllegeruch. „Das Unangenehme ist vor allem, dass man nicht weiß, wann es riecht“, sagt sie. Meistens sei es morgens. Und es ist abhängig von der Windrichtung. Das bestätigen auch Anwohner aus Groß Süstedt auf der anderen Seite der Biogasanlage.

Doch das soll sich nun ändern: „Das Gas wird aufgefangen und durch die Gasfackel werden Schwachgase verbrannt“, schildert der Betreiber Bernd Meyer.

Rüdiger Lilje, Fachbereichsleiter Bau im Suderburger Rathaus, erhofft sich durch die Baumaßnahme eine Verbesserung in Bezug auf die Geruchsbelästigung. Die Gerüche entstehen laut des Betreibers Bernd Meyer durch die Wechsel des Garagenfermentersystems der Biogasanlage. Bisher wurden die Garagen zweimal in der Woche geöffnet, nach dem Umbau soll dies nur noch einmal geschehen. Am Standort zwischen Gerdau und Groß Süstedt will Meyer ein Gärrestelager mit Gasspeicherdach, ein Einbringsystem, ein Abtankplatz und eben die Notgasfackel errichten. Eine Änderung der Kapazität oder der sogenannten Inputstoffe ist nicht vorgesehen. Klappt alles wie geplant, dann reduzieren sich die Gerüche und die Anlage kann wirtschaftlicher betrieben werden. Das Gerdauer Bauausschussmitglied Werner Meumann (SPD) hatte mit der SPD-Grünen-Gruppe die Biogasanlage besichtigt. „Das Gutachten zur Baumaßnahme stellt eine Verbesserung der jetzigen Situation in Aussicht und die Gewinnung von Energie durch Biogas sollte gefördert werden“, sagte Meumann.

Der Gerdauer Ausschuss gab wie auch der Bauausschuss der Samtgemeinde ein einstimmiges Votum ab. „Der Bauantrag liegt derzeit beim Landkreis Uelzen“, schildert Bernd Meyer. Wann es zum Umbau kommen wird, kann er deshalb noch nicht abschätzen.

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