Gemeinde will herrenlose Drahtesel am Suderburger Bahnhof entfernen / Besitzer können sich melden

Hinweiszettel gegen Räder-Flut

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Etwa 150 Fahrräder stehen am Bahnhof Suderburg, von denen viele herrenlos sind. Die Gemeinde klebt jetzt Zettel an die Räder – mit dem Hinweis, die Drahtesel zu entfernen.

Suderburg. Sie stehen kreuz und quer am Fahrradunterstand, mitten auf Fußwegen, zwischen Sträuchern, angelehnt an Zäune, Papierkörbe und Laternenmasten: Neben dem Eingang des Suderburger Bahnhofs stoßen Besucher auf eine wahre Flut an Fahrrädern.

Viele der rund 150 Drahtesel sind verrostet und kaputt, haben platte Reifen, weder Licht noch Sattel und sind nicht mal mit Ketten gesichert. Dieser Schwemme will die Gemeinde Suderburg jetzt Einhalt gebieten. „Wir starten demnächst eine Hinweisaktion für herrenlose Räder“, kündigt Bau-Fachbereichsleiter Rüdiger Lilje an.

Konkret bedeutet das: Die Verwaltung wird Hinweiszettel an denjenigen Fahrrädern anbringen, die aussehen, als seien sie längere Zeit nicht genutzt worden. „Wir bitten die Besitzer, die Räder zu entfernen, sonst werden sie nach Ablauf einer bestimmten Frist von unserem Bauhof mitgenommen. Sonst nimmt das überhand“, erklärt Vize-Verwaltungschef Reinald Müller auf AZ-Anfrage.

Eine solche Aktion habe die Gemeinde schon einige Male gestartet, jetzt herrsche wieder dringender Handlungsbedarf. In das Eigentum der Verwaltung gehen die Räder damit aber nicht über. Vielmehr können die Besitzer sie bei der Gemeinde abholen, wenn sie noch genutzt werden sollen.

Von Bernd Schossadowski

Mehr zu der Fahrradsituation lesen Sie in der Wochenendausgabe der AZ.

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