Landkreis und Gemeinden wollen Zusammenarbeit mit der Hochschule ausbauen

Hand in Hand mit dem Campus

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Im Betonlabor der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften ist Praxis angesagt: Günter Schröder zeigt den Studierenden wie das Gemisch angesetzt wird.

Suderburg. Der Landkreis Uelzen will verstärkt mit der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften in Suderburg zusammenarbeiten. Das ist das Fazit eines Treffens von Hochschulvertretern und Landrat Dr.

Heiko Blume sowie Mitarbeitern der Samtgemeinde und Gemeinde Suderburg. Im Fokus stand die Frage, wie eine verstärkte Verknüpfung zwischen der heimischen Wirtschaft und der Hochschule aussehen könnte und die Region sich besser auf die Bedürfnisse der stetig steigenden Studierendenzahl einstellen könnte.

Der Ausbau der wirtschaftlichen Zusammenarbeit sei nur ein Themenfeld, von dem beide Seiten profitieren könnten, bestätigte auch Hochschulpräsident Professor Dr. Wolf-Rüdiger Umbach. Konkret stelle sich in diesem Zusammenhang etwa die Frage, Praktikumsplätze für Studierende anzubieten. „Ein Schritt der Kooperation zwischen Hochschule und Wirtschaft zum gegenseitigen Nutzen“, zeigte sich Umbach überzeugt.

Weiteres Thema war die Verbesserung des ÖPNV-Angebotes für Studierende – um es ihnen künftig zu erleichtern, das Studium vom jeweiligen Wohnort aus zu betreiben, ohne auf einen eigenen Pkw angewiesen zu sein. Darüber hinaus wurde auch die Wohnsituation für Studenten erörtert. Hier, so Blume, gehe es nicht nur um Suderburg, sondern zum Beispiel auch um die Stadt Uelzen. Diese sei einerseits gefordert, entsprechend günstigen Wohnraum bereit zu stellen, habe andererseits aber auch die Chance, von den Studierenden zu profitieren. Die Gesellschaft für Wohnungsbau des Landkreises Uelzen (gwk) investiert bereits in den WG-gerechten Umbau von Mietwohnungen – unter anderem am Uelzener Königsberg (AZ berichtete). Inzwischen gibt es in Suderburg drei Studentenwohnheime. Zusätzlich bieten Privatleute Mietwohnungen an. Dennoch beklagten Studierende in den vergangenen Semestern, dass nicht genügend Wohnungen in Suderburg vorhanden seien. Auch die Gemeinde stellte Wohnungsknappheit fest. Immerhin haben in den vergangenen Semestern jeweils rund 150 junge Leute in Suderburg, dem jüngsten der vier Ostfalia Standorte (Wolfenbüttel, Braunschweig, Salzgitter und Suderburg) das Studium aufgenommen. Künftig rechnet die Hochschule damit, dass jedes Jahr 400 Studenten ihr Studium in Suderburg beginnen werden. Im März startet das nächste Semester. „Ich bin sehr glücklich, dass wir mit der Ostfalia Hochschule eine derart renommierte Bildungseinrichtung in unserem Landkreis haben. Hier bekommen junge Leute eine fundierte Ausbildung und damit beste berufliche Voraussetzungen. Das beweisen nicht zuletzt die stetig steigenden Studentenzahlen. Ich bin überzeugt, dass im Zusammenspiel zwischen Hochschule und Landkreis, Gemeinde und Samtgemeinde noch viele Potenziale vorhanden sind, die es gilt, gemeinsam zu nutzen“, so Blume.

Von Wiebke Brütt

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