Gemeinde Suderburg erschließt zweiten Abschnitt des Baugebietes „Westlich der Bahnhofstraße“

19 Grundstücke für Häuslebauer

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Der zweite Bauabschnitt des Baugebiets „Westlich der Bahnhofstraße II“ in Suderburg soll erschlossen werden. Damit kann die Gemeinde 19 Grundstücke für Häuslebauer anbieten.

Suderburg. Noch zirpen die Grillen im hohen Gras und direkt neben Häusern im Tannrähmsring auf dem Acker wachsen die Zuckerrüben.

Doch schon bald soll der nächste Bauabschnitt des Baugebiets „Westlich der Bahnhofstraße II“ für 79 000 Euro erschlossen werden, empfahl jetzt der Bauausschuss der Gemeinde Suderburg. Der Grund: Die Gemeinde verfügt über keine erschlossenen Baugrundstücke mehr, die sie möglichen Häuslebauern anbieten könnte.

„Das Gebiet ist in zentraler Lage, und wir haben keine alternativen Flächen mehr“, sagt Suderburgs Bauamtsleiter Rüdiger Lilje. So seien die Baulücken, die in einem Kataster geführt werden, weitestgehend ausgereizt. Die meisten Lücken befinden sich laut Lilje außerhalb des Ortskerns und sind daher recht unattraktiv. Mit dem zweiten Bauabschnitt, für den auch schon ein Bebauungsplan aufgestellt wurde, sollen insgesamt 19 Baugrundstücke in Zentrumsnähe geschaffen werden. Diese Zahl würde die nächsten Jahre ausreichen, so Lilje. Momentan gebe es vier Interessenten für ein Baugrundstück. „Wir müssen in die Pötte kommen, damit keine lange Wartezeit entsteht“, sagt Lilje. Daher solle eine Ausschreibung für die Baustraße noch im Winter erfolgen.

„Wenn wir neue Einwohner in den Ort locken wollen, müssen wir Baugebiete anbieten. Ansonsten werden wir noch zum Altenheim des Landkreises“, sagt Udo Depner (CDU), Bauausschussvorsitzender. Schon jetzt sei man etwas zu spät dran, wenn man bedenke, dass fast alle anderen Kommunen im Landkreis schon Baugebiete erschlossen haben und diese auch anbieten.

„Wir haben keine Lücken mehr und begrüßen daher das neue Baugebiet“, sagt Christine Kohnke-Löbert (Grüne). Wichtig sei es aber, durch etwaige Bauvorschriften den Bau von Niedrigenergiehäusern nicht zu verhindern. Außerdem sollten die 79 000 Euro nicht durch Einsparungen bei der Jugend und den Vereinen finanziert werden.

Das beratende Mitglied im Bauausschuss Götz Schimmack kritisierte hingegen den Bauauschuss. „Es kann nicht sein, dass wir kurz vor der Wahl eine Entscheidung fällen, die den neuen Rat finanziell belasten wird“, so Schimmack. Es komme doch auf die paar Monate nicht wirklich an. Dem widerspricht Dagmar Hillmer (CDU): „Ich möchte nicht, wenige Wochen vor der Wahl einfach meine Hände in den Schoß legen und nichts mehr machen. Ich will arbeiten.“

Von Lars Lohmann

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