Einsatzübung im Museumsdorf: Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord simuliert Menschenrettung bei Brand

Großalarm im Hösseringer Brümmerhof

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Bei der Großübung wurde unter anderem eine Wasserversorgung aufgebaut.

Hösseringen. Der Brümmerhof im Museumsdorf Hösseringen brannte lichterloh. Eine unbekannte Zahl an Besuchern befand sich zu dieser Zeit auf dem Gelände.

Zudem fiel die zentrale Wasserversorgung auf dem Museumsgelände wegen eines technischen Defekts bei der Druckerhöhungspumpe aus. Menschenleben waren also in Gefahr, es war ganz besondere Eile geboten. Dieses Szenario stellte sich jetzt mehr als 100 ehrenamtlichen Feuerwehrleuten, verteilt auf über 25 Fahrzeuge, bei einer Einsatzübung der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord des Landkreises dar.

Übungsleiter Axel Kelle wies die Kreisbereitschaftsführer Dietmar Krause und Heinz Sander, die sich zuvor mit ihren vier Zügen in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Uelzen versammelt hatten, in die Lage ein. Der dritte Zug der Kreisbereitschaft wurde direkt am Brandobjekt eingesetzt. Ein 5000 Liter fassender Pufferspeicher diente als Löschwasserversorgung. Unter Atemschutz wurde die Menschenrettung vorgenommen. Die Tanklöschfahrzeuge des ersten Zuges versorgten den Pufferspeicher mit dem nötigen Löschwasser im Pendelverkehr. Parallel kümmerte sich der zweite Zug um eine feste Wasserversorgung. Hierzu wurde die nahegelegene Hardau angestaut und eine Wasserleitung über eine Strecke von etwa 1500 Meter zum Brümmerhof verlegt. Das Feuer konnte somit erfolgreich bekämpft werden.

Als sich die Lage aufgrund eines in der Nähe fiktiv ausgebrochenen Waldbrandes plötzlich änderte, konnten die Führungskräfte erneut ihr Können unter Beweis stellen. Auch dieses Szenario wurde schnell abgearbeitet, sodass die Übung nach fünf Stunden beendet wurde. Auch der Versorgungszug der Kreisbereitschaft übte an diesem Tag und stellte die Verpflegung für die Einsatzkräfte bereit.

Bei der Abschlussbesprechung dankten Dietmar Krause und Vize-Kreisbrandmeister Hans-Jürgen Cordes den Ehrenamtlichen für ihr Engagement und lobten ihre fachliche Leistungsfähigkeit.

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