Gibt es bald Biogas aus Suderburg?

Eine Biogasanlage soll in Suderburg errichtet werden. Die Frage nach dem Standort steht noch nicht fest.

Suderburg - Von Jörn Nolting. Schon die ersten Andeutungen zu einer Biogasanlage in Suderburg lösten während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates viele Fragen bei den Einwohnern aus. Eigentlich stand das Thema gar nicht auf der Tagesordnung, doch während der Einwohnerfragestunde wurden die Verwaltungsvertreter mit Fragen gelöchert.

„Bisher gab es lediglich ein Vorgespräch. Uns liegt noch kein Antrag vor“, schilderte Suderburgs Gemeindedirektor Friedhelm Schulz den Vorgang. Ob dann auch letztendlich der Antrag überhaupt gestellt wird, könne er gar nicht sagen. Doch die Diskussion drehte sich vor allem um den möglichen Standort der Anlage. Zur Diskussion stehen der Rahnweg und der Poppelreunsweg sowie ein Standort außerhalb Suderburgs an der Kreisstraße 9 in Richtung Kreisel auf der linken Seite rund 1000 Meter hinter dem Ortsschild. Den Rahnweg und den Poppelreunsweg hält die Verwaltung jedoch für ungeeignet. „Die Hauptwindrichtung am Rahnweg geht in Richtung des Wohngebiets Wolfskuhle und der Poppelreunsweg liegt zu nahe am Landschaftsschutzgebiet“, erklärt Friedhelm Schulz. „Die Betreiber müsste den Standort an der K 9 genehmigt bekommen“, sagt der Gemeindedirektor.

Die Anlage soll eine 495 Kilowatt-Biogasanlage werden. Für ein Vorhaben von dieser Größe ist kein Emmissionsgutachten notwendig. Das wäre erst ab 500 Kilowatt nötig. Vorgespräche mit dem Landkreis Uelzen gab es ebenfalls bereits, berichtete Rüdiger Lilje von der Suderburger Verwaltung. Zwei Landwirte wollen die Anlage betreiben. Einer von ihnen stammt aus Stadensen, weshalb sich der Standort an der K 9 anbieten würde, was den Transport betrifft. Wie der Strom oder die Abwärme genutzt werden soll, darüber hat die Verwaltung bisher keine Informationen.

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