Bauausschuss empfiehlt 200 000 Euro für Gemeindestraßen im Haushalt

Gerdau plündert Sparschwein

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Könnte eine neue Decke bekommen: die Ringstraße in Bohlsen. Allerdings nur, wenn feststeht, dass die Decke für ein geplantes Fernwärmenetz nicht wieder aufgerissen werden muss.

Gerdau. 200 000 Euro will die Gemeinde Gerdau für die Deckensanierung ihrer Straßen ausgeben. Die eine Hälfte für innerörtliche, die andere für außerörtliche Straßen. „Das Geld dafür nehmen wir aus den Rücklagen“, sagt Bürgermeister Otto Schröder.

Außerorts sollen die Wege geschreddert und ausgebessert werden. Innerorts hat der Bürgermeister besonders eine Straße im Blick: Die Ringstraße in Bohlsen soll eine neue Decke bekommen. „Darüber muss noch der Rat entscheiden“, sagt Schröder – und nicht nur der: Eine Planungsgruppe beschäftigt sich derzeit mit einem Fernwärmenetz von der Bohlsener Mühle in den Ort. Aus Dinkelpellets soll dann Wärme in den Haushalten entstehen. „Es wäre unsinnig, wenn wir dann eine Straßendecke sanieren, die wir in zwei Jahren wieder aufreißen müssen“, gibt der Bürgermeister zu bedenken. Erst, wenn alles geklärt ist, wird also eine innerörtliche Straßendecke saniert. Ohne einen Kredit aufzunehmen, soll diese Maßnahme über die Bühne gehen. Schröder lobt es als „Ergebnis der sparsamen Haushaltführung der vergangenen Jahre“.

Weitere 50 000 Euro sind in diesem Jahr für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen eingeplant. 20 000 Euro fließen in den Umbau der Krippe – mit der Summe aus dem vergangenen Jahr insgesamt 100 000, von denen Land und Bund 77 Prozent übernehmen.

Von Jörn Nolting

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