Geld für Straßen und Krippe

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Das Kindergartengebäude in Gerdau wird umgebaut, damit auch Platz für die Krippenkinder geschaffen wird.

Gerdau - Von Jörn Nolting . Der Umbau der Krippe und die Unterhaltung der Straßen in der Gemeinde Gerdau sind mit jeweils 80 000 Euro die größten Ausgaben in diesem Jahr, die im Haushaltsplan eingearbeitet wurden.

„Wir brauchen keine Angst zu haben, dass wir in Problembereiche kommen“, sagte Bürgermeister Otto Schröder mit Blick auf die Zahlen. Trotzdem mahnte er zur Vorsicht: „Wir wollen nicht woanders landen.“

Bei den beiden großen Maßnahmen herrschte Einstimmigkeit bei den Ratsmitgliedern. Bei den Straßenbaumaßnahmen sind der Westerweyher Weg und der Wirtschaftsweg zwischen Holthusen I und Bargfeld in diesem Jahr an der Reihe.

Der Vorschlag von Wolfgang Hahnemann (SPD), noch zusätzlich 15 000 Euro in den Haushalt für mögliche Sanierungen an den Regenwasserkanälen einzustellen, wurde mehrheitlich abgelehnt. Und auch die 80 000 Euro für die Krippe wurden nicht ohne Diskussion in den Haushalt eingestellt. „Wir stimmen nicht zu, weil wir mit dem Umbau der Kindertagesstätte nicht zufrieden sind. Es wird furchtbar eng und der Platz reicht nicht aus“, schilderte Hahnemann seine Bedenken. Otto Schröder entgegnete ihm, dass ja schließlich die Kirchengemeinde Kinder unterbringen will, die nicht aus der Gemeinde Gerdau stammen. „Für Gerdauer Kinder wäre genug Platz.“ Und auch CDU-Ratsherr Stefan Kleuker kam zu dem Schluss, dass es „sicher bessere und teurere Lösungen gibt“. Aber aufgrund des demographischen Wandels rechne er langfristig mit weniger Kindern.

Doch auch Helmut Witte (SPD) bemängelte die Größe des Umbaus: „Es werden mehr Kinder auf der gleichen Fläche wie vorher. Kinder brauchen Platz und wir haben das Geld.“ „Die Samtgemeinde war nicht bereit, eine größere Lösung mitzufinanzieren“, entgegnete ihm der Bürgermeister. Gestritten wurde im Vorfeld auch über 3500 Euro, die der Gemeinde Gerdau für eventuelle Ereignisse im Haushalt zur Verfügung stehen soll – inklusive möglicher Gerichtskosten. „Die Gemeinde hat mit Pauken und Trompeten einen Prozess im vergangenen Jahr verloren“, begründete Hahnemann die Nein-Stimmen der SPD-Gruppe.

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