Freude bei Schülern und Sportlern

Nahmen ihre Halle begeistert in Besitz: Die Schüler der Gerdauer Grundschule zeigten anlässlich der Einweihung, was sie sportlich drauf haben.

Gerdau. „Viele Hände schaffen schnell ein Ende.“ Mit diesem Spruch lobte Carola Albrecht, Schulleiterin der Gerdauer Grundschule, ihre Schulkinder, die flink und umsichtig in Rekordzeit Turngeräte, Bänke und Matten in der frisch sanierten Turnhalle beiseite räumten und Platz schafften für den offiziellen Teil der Wiedereinweihung: Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde am Freitag die Gerdauer Turnhalle im Beisein von Vertretern von Rat und Verwaltung, Lehrern und Eltern und natürlich den Schülern eingeweiht und von den künftigen Nutzern auch gleich zünftig in Besitz genommen.

Nutzer werden allerdings nicht nur die Schulkinder sein, sondern auch die Sportvereine und -gruppen der Region, so die Jugendfeuerwehr, der MTV, die Sportjongleure, Freizeitgruppen und Gäste aus Böddenstedt. Und im Sport klappt die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit: Für die Renovierungszeit hatten die Böddenstedter den Gerdauern ihre Gymnastikhalle zur Verfügung gestellt, so dass keine einzige Schulstunde ausfallen musste.

„Man nehme körperliche Aktivität, gebe dazu Spaß und Freude und heraus kommt Harmonie. So kann es auch gehen“, sagte Suderburgs Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz. Und er meinte dies mit einem Blick auf die eingefahrene politische Stimmung wohl auch als Gesprächsangebot an die Vertreter aus Gerdau und Eimke.

Die Samtgemeinde Suderburg hatte die Halle im Jahr 2009 übernommen und einen erheblichen Sanierungsbedarf festgestellt. Mit der Planung und Bauüberwachung war Architekt Axel Braun beauftragt worden, und als im vorigen Jahr Mittel aus dem Konjunkturförderprogramm des Bundes zugesagt waren, konnte es losgehen: Dichtung und Dämmung des Flachdaches, Wärmedämmung an den Außenwänden, Deckenstrahlungsheizung, Beleuchtung, ballwurfsichere Decke, Prallschutz, Malerarbeiten, Tore und Fenster und Elektroarbeiten sind die wichtigsten Eckpunkte. Letztlich konnten sogar mehr Maßnahmen ausgeführt werden, als geplant – dank des Vorschlages von Hans-Jürgen Drögemüller, die Turnhalle über die Schulheizung mit zu beheizen und nicht – wie bislang – zwei Heizungsanlagen zu betreiben.

Mehr als 400 000 Euro wurden insgesamt verbaut, davon konnten 241 000 Euro aus dem Konjunkturprogramm bestritten werden, 27 000 Euro steuerte der Landkreis Uelzen bei und 136 000 Euro brachte die Samtgemeinde Suderburg auf. „Alle haben gute Arbeit geleistet“, fasste Axel Braun abschließend zusammen.

Von Christine Kohnke

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