Gesellschaft greift Ostfalia-Akademikern unter die Arme / Noch keine „Startups“ aus Suderburg

Fördertopf für junge Gründer

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Durch die Academic Ventures GmbH & Co. KG soll jungen Hochschulabsolventen die Unternehmensgründung leichter fallen. Bei einem Festakt im Braunschweiger IHK-Kongresssaal stellte Ostfalia-Präsident Professor Dr. Wolf-Rüdiger Umbach (am Pult) die Gesellschaft vor.

Suderburg. 300 000 Euro liegen in Wolfenbüttel bereit. Junge Unternehmensgründer der Ostfalia sollen aus dem Topf eine Starthilfe bekommen, wenn sie es brauchen.

Das bereitgestellte Geld der im Jahr 2012 gegründeten Gesellschaft „Academic Ventures GmbH & Co. KG“ der Ostfalia ist mit dafür verantwortlich, dass die in Wolfenbüttel sitzende Hochschule, die einen Standort in Suderburg hat, nun zu den gründungsfreundlichsten Hochschulen Deutschlands zählt (AZ berichtete).

Auf den sechsten Rang unter den mittelgroßen Hochschulen ist die Ostfalia dadurch im „Gründungsradar 2012“ gekommen – einer Einteilung des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft. Der Verband hatte besonders die Gründung der „Academic Ventures“ gelobt. Schnell und unbürokratisch soll die Gesellschaft bei „Startups“ von entstehenden Unternehmen finanziell helfen. Ziel ist es, so sagt es Evelyn Meyer-Kube, Pressesprecherin der Ostfalia, „eine lebendige Gründungskultur in der Region zu schaffen.“

Geldgeber der zur Ostfalia gehörenden GmbH ist die dazugehörige Kommanditgesellschaft (KG), die zu 46 Prozent der Ostfalia gehört, zu 54 Prozent der Unternehmerfamilie Mast – die unter anderem den „Jägermeister“-Schnaps verkauft. Konkret unterstützt werden die Gründer von dem „Entrepreneurship Center“ der Ostfalia. Die Ostfalia arbeitet dabei eng mit der Technischen Universität Braunschweig zusammen. Junge Unternehmer werden mit bis zu 20 000 Euro gefördert. Gewinne aus den unterstützten Unternehmen sollen mittel- bis langfristig auch zurück in die Beteiligungsgesellschaft fließen.

„Hochschulen verfügen durch ihre Studierenden in zahlreichen Fachrichtungen über viel Gründerpotenzial“, so Evelyn Meyer-Kube. „Die Ostfalia sieht deshalb das Entrepreneurship Center als großen Gewinn an, denn es unterstützt Studierende, Ehemalige und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dabei, ihr eigenes Unternehmen zu gründen.“ Jungen Unternehmern der Ostfalia und der TU Braunschweig könne so schnell und unbürokratisch Eigenkapital zur Verfügung gestellt werden.

Beispiel für erfolgreiche Gründungen ist bisher beispielsweise die „Mobyfish GmbH“, ein IT-Startup-Unternehmen aus Wolfenbüttel, das die SmartPhone-App „Wer wird Reich“ entwickelt hat.

Suderburg selbst hat aber derzeit noch Nachholbedarf, was den Griff in den Gründer-Fördertopf angeht: Aus den beiden Suderburger Fakultäten Handel und Soziale Arbeit sowie Bau-Wasser-Boden sind Meyer-Kube noch keine geförderten Unternehmensgründungen bekannt.

Von Kai Hasse

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