Technische Probleme: Erweiterung der Anlage im Sportzentrum liegt auf Eis

Flutlicht in Suderburg: Die Last mit dem Mast

+
Die beiden Bauteile des Flutlichtmasts liegen seit zwei Jahren im Gras des Suderburger Sportzentrums. Wegen Problemen mit dem Stromanschluss kann der Mast nicht errichtet werden.

Suderburg. Das Fundament steht bereits, das Kabel ist verlegt, der Metallmast liegt seit zwei Jahren im Gras und wartet darauf, montiert zu werden. Und doch herrscht noch immer Stillstand auf dem B-Platz des Suderburger Sportzentrums.

Dort wollte der VfL eigentlich einen dritten Flutlichtmast errichten. Dafür hat die Samtgemeinde 2013 auch schon einen Zuschuss von 5500 Euro gezahlt. Doch es sind unerwartete Probleme aufgetreten, die das Vorhaben zunichte machen könnten.

„Ein Anschluss des Masts an die elektrische Anlage des Sportzentrums ist nicht möglich. Dafür ist ein neuer Schaltschrank nötig“, sagte Baufachbereichsleiter Rüdiger Lilje jetzt im Bauausschuss der Samtgemeinde Suderburg. Das habe sich erst nachträglich herausgestellt. Eine Umrüstung der Technik würde laut Lilje etwa 6500 Euro kosten. Nun müsse die Politik entscheiden, wie es mit dem dritten Mast weitergehen solle.

Der Ausschuss war nicht erfreut über diese Entwicklung. „Es ist sehr verwunderlich, dass man bis heute nicht weitergekommen ist“, kritisierte Wilhelm Schröder (CDU). Die 5500 Euro seien ein außerordentlicher Zuschuss gewesen. „Ich möchte vom VfL den Nachweis durch Belege haben, wo das Geld geblieben ist.“ Außerdem forderte Schröder den Verein auf, ein Konzept vorzulegen, wie die nun notwendig gewordenen 6500 Euro finanziert werden könnten.

„Da ist einiges unglücklich gelaufen“, meinte auch Ausschussvorsitzender Manfred Mikulla (SPD). Verwaltung, Politik und Verein sollten sich zusammensetzen, um das Problem zu lösen: „Die Kuh muss vom Eis.“ Dem schloss sich Hans-Hermann Hoff (Grüne) an. Weil der B-Platz wegen des fehlenden dritten Flutlichtmasts nur teilweise ausgeleuchtet werde, trainiere der VfL nur in diesem Bereich. Dort drohe dem Rasen eine starke Abnutzung, warnte er.

Das Problem mit dem Stromanschluss habe den Verein kalt erwischt, gab Hubertus Kopp, Mitgliederwart des VfL, zu. „Das ist für uns ein Schlag ins Gesicht. Jetzt müssen wir da irgendwie weiterkommen“, sagte er und versprach der Politik, Belege für die Verwendung des 5500-Euro-Zuschusses vorzulegen.

Doch der Mast ist nicht das einzige Problem im Sportzentrum. Die Laufbahn ist voller Risse und zum Teil vermoost. Diese Schäden zu beheben, hat für den Ausschuss Priorität vor einem eventuellen weiteren Zuschuss für den dritten Mast. Mehrheitlich folgte das Gremium daher einem Antrag von Schröder. Demnach soll die Bahn nun gereinigt und danach saniert werden. Auf Mikullas Wunsch wird auch die Drainage instandgesetzt.

Für Unterhaltungsmaßnahmen wie diese stehen im Etat 20 000 Euro zur Verfügung. Diesen Betrag hatte die Samtgemeinde vorsorglich angesetzt, falls aus einem Bundesprogramm keine Fördermittel für eine Komplettsanierung der Anlage für geschätzte 1,38 Millionen Euro fließen sollten. Und so kam es letztlich auch: Der Bund lehnte im Februar den Antrag Suderburgs auf Zuschüsse ab (AZ berichtete).

Von Bernd Schossadowski

Kommentare