Keine Bundes-Zuschüsse für Sanierung von Sportzentrum Suderburg und Grundschule Bodenteich

Erfolgloses Rennen um Fördermittel

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Die Laufbahn im Suderburger Sportzentrum muss dringend saniert werden. Doch aus einem 140 Millionen Euro schweren Bundesprogramm erhält die Samtgemeinde keine Zuschüsse. Auch die Samtgemeinde Aue, die die Grundschule Bad Bodenteich renovieren will, geht leer aus.

Suderburg/Bad Bodenteich. „Es wäre der große Wurf gewesen, aber es ist uns leider nicht vergönnt gewesen. “ Suderburgs Samtgemeindebürgermeister Thomas Schulz ist die Enttäuschung anzumerken.

Die Sanierung des örtlichen Sportzentrums mit Mitteln aus einem 140 Millionen Euro schweren Bundesprogramm ist gescheitert. Im November 2015 hatte die Samtgemeinde Suderburg dafür Zuschüsse beantragt (AZ berichtete), doch jetzt teilte das Bundesumweltministerium mit, dass das Vorhaben nicht gefördert wird. Auch die Samtgemeinde Aue geht leer aus. Sie wollte mit den Zuschüssen die Grundschule Bad Bodenteich und die Schulturnhalle in Wieren renovieren.

Das bis 2018 laufende Programm nennt sich „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Dafür gingen fast 1000 Projektvorschläge mit einem Antragsvolumen von zwei Milliarden Euro ein. „Da das Programm damit mehrfach überzeichnet war, erfolgte eine Auswahl der Förderprojekte anhand fachlicher Kriterien, einer zügigen Umsetzbarkeit sowie unter Berücksichtigung einer bundesweit angemessenen Verteilung“, erklärt das Ministerium.

Bundesweit wurden 56 Projekte bewilligt, fünf davon in Niedersachsen. Dazu gehört die Turnhalle im Sportpark Kaltenmoor in Lüneburg, deren Sanierung mit vier Millionen Euro unterstützt wird. Bundesweit liegt die Förderquote in der Regel bei 45 Prozent, bei nachgewiesener Haushaltsnotlage der Kommune sogar bei 90 Prozent.

Das wäre für die Samtgemeinde Suderburg, die sich derzeit in der Selbstentschuldung befindet, eine große Chance gewesen, meint Verwaltungschef Schulz. Rund 1,38 Millionen Euro würde es kosten, das aus den 70er Jahren stammende Sportzentrum wieder in Schuss zu bringen. Dort müssen unter anderem Laufbahnen, Umkleiden, sanitäre Anlagen und der Parkplatz saniert werden. Bei einer Förderung in Höhe von 90 Prozent hätte der Eigenanteil der Samtgemeinde nur 138 000 Euro betragen. „Jetzt müssen wir wesentlich kleinere Brötchen backen und sehen, welche dringendsten Einzelmaßnahmen wir umsetzen“, sagt Schulz. Im aktuellen Etat seien dafür 20 000 Euro vorgesehen.

Ernüchterung herrscht auch in der Samtgemeinde Aue. Diese hatte die Sanierung der Bodenteicher Grundschule für 5,3 Millionen Euro und der Grundschul-Turnhalle in Wieren für etwa eine Million Euro für das Bundesprogramm angemeldet. „Der erste Anlauf ist leider gescheitert. Aber wir bemühen uns weiterhin, auf andere Weise eine Förderung zu bekommen“, kündigt Verwaltungschef Harald Benecke an.

Damit meint er das Bundesprogramm „Kleinere Städte und Gemeinden“. Dort hat die Samtgemeinde Aue ebenfalls Zuschüsse für seine beiden Projekte angemeldet, die Förderquote beträgt maximal 80 Prozent. Darüber will Benecke demnächst mit dem Amt für regionale Landesentwicklung sprechen. „Vielleicht klappt es ja im zweiten Anlauf“, hofft er.

Von Bernd Schossadowski

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