Tourismus und Naturschutz: Beliebtes Ausflugsziel wird Landschaftsschutzgebiet

Ellerndorfer Heidefläche wächst

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Kontrolle des Wegenetzes: Die beiden Rheinmetall-Förster Theo Grüntjens (von links) und Rüdiger Quast mit Dr. Burghard Wittig vom Umweltamt des Landkreises Uelzen.

Ellerndorf. Die Ellerndorfer Heide wird vergrößert: Um insgesamt zwei Hektar wird das touristische Highlight im Westen des Landkreises Uelzen erweitert.

„Das Saatbett für die Fläche ist vorbereitet und wird bald neu gestaltet“, freuen sich die Rheinmetall-Förster Theo Grüntjens und Rüdiger Quast. Rund 75 Hektar Heidefläche werden dann als Ausflugs- und Erholungsziel zur Verfügung stehen.

Doch wird nicht nur die Fläche vergrößert, sondern auch die Sicht für die Gäste verbessert. „Im Einvernehmen mit allen Beteiligten haben wir die Bäume am Parkplatz gefällt. Dadurch ergibt sich ein viel besserer Blick in die Heidelandschaft“, berichtet Grüntjens von den Veränderungen. Der weitere Plan der beiden Förster für die nächsten Monaten: Der Weg am Waldesrand soll mit Steinen befestigt werden, damit er auch mit Rollstühlen befahrbar sein wird.

Ein weiteres Projekt: Die Ellerndorfer Wacholderheide soll Landschaftsschutzgebiet werden. „Den Status leben wir jetzt schon“, sagt Grüntjens zu Dr. Burghard Wittig vom Umweltamt des Landkreises Uelzen beim Gespräch vor Ort„Wir wollen dadurch die Einzigartigkeit der Heidelandschaft erhalten“, betont Quast, der mit Grüntjens und Wittig das Wegenetz des beliebten Ausflugziels prüft.

Die Firma Rheinmetall besitzt 90 Prozent der Wacholderheidefläche. Und die Heide dient eben nicht nur dem Tourismus, sondern auch dem Naturschutz. „Durch die Vergößerung des Areals können wir auch mehr Artenvielfalt gewährleisten“, erläutert Grüntjens.

Auf den Wolf angesprochen, der auf dem benachbarten Rheinmetall-Schießplatz mehr oder weniger heimisch ist, sagt der Förster, dass das Tier mit großer Wahrscheinlichkeit auch schon durch die Ellerndorfer Heide gewandert ist. Besucher müssten jedoch keine Angst haben, schließlich sei die Fläche weit einsehbar und das Tier sei scheu und habe eher Angst gegenüber den Menschen. Quast ist vor allem auch den Eigentümern der Heidefläche dankbar, die nicht im Besitz seines Arbeitgebers sind: „Sie verzichten kostenfrei auf die Nutzung und sind sich der Verpflichtung bewusst.“

Von Jörn Nolting

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