Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Böddenstedt steigt in den Ring

Nicht nur die Schönheit des Ortes zählt, sondern auch, wie sich das Dorf für die Zukunft wappnet.

Böddenstedt. Böddenstedt ist das sechste Dorf im Landkreis Uelzen, das beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ mitmacht.

„Nach langer Geburt“, wie Hans-Jürgen Drögemüller mitteilt, der das Treffen initiiert hatte, gelang es, die Böddenstedter von den positiven Aspekten zu überzeugen. 16 Einwohner votierten auf der Versammlung gestern im Dorfgemeinschaftshaus für die Teilnahme am bundesweiten Ausscheid und fünf enthielten sich. Damit ist mit einer Gegenstimme die Entscheidung pro Teilnahme gefallen.

Nach Edendorf, Hösseringen, Varbitz, Varendorf und Seedorf ist mit Böddenstedt „ein alter Hase“ des Dorfwettbewerbs dabei: „1992 sind wir Bundessieger geworden“, erinnert sich Hans-Jürgen Drögemüller.

Böddenstedt hat bereits mehrere Kreiswettbewerbe gewonnen und ist 1992 sogar Bundessieger geworden.

Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz hatte zu Beginn die Modalitäten und den Sinn des Wettbewerbsverfahrens erläutert. Da es bereits eine aktive Dorfgemeinschaft mit Vereinen, Gruppen, zukunftsweisenden Unternehmen und einer lebendigen Landwirtschaft gibt, sieht er gute Chancen für einen erfolgreichen Einstieg in das Wettbewerbsverfahren.

Themen und Ziele des Wettbewerbs sind nicht in erster Linie ein schöner und gepflegter Ort. „Jetzt ist es eine Mischung aus Optik und Zukunftsvisionen“, schildert Hans-Jürgen Drögemüller. Deshalb sollte im Rahmen des Wettbewerbs ein Konzept erstellt werden, in dem dargestellt ist, wie sich Böddenstedt in den kommenden fünf bis zehn Jahren entwickeln soll. Wichtig in der Bewertung sind außerdem das soziale und kulturelle Leben, Angebote für alle Generationen, ungewöhnliche Projekte, ein aktives Vereinsleben, Natur und Umwelt sowie Wirtschaftskraft im Einklang mit Bürgern und Umwelt.

Für die Böddenstedter war von Beginn an klar, dass das gemeinsame Tun und Sammeln von Ideen eine richtig gute Sache ist. Bedenken bestanden aber, ob die nicht ganz einfachen Anforderungen wirklich in der Kürze der Zeit zu schaffen sind und ob sich genügend Mitstreiter finden werden, schließlich ist am kommenden Montag Anmeldeschluss.

Hans-Jürgen Drögemüller wurde zum „Chefkoordinator“ gewählt. An seine Seite wurden Bernhard Witte und Heinrich Drögemüller als Stellvertreter gewählt, Christine Kohnke-Löbert wird die Pressearbeit übernehmen. Als Themen für die Arbeitsgruppen ist bereits Musik und Kultur umrissen, darum werden sich Heinrich Drögemüller und Bernhard Witte kümmern, Burkhard Drögemüller und Klaus Burlatis werden in Sachen Sportvereine aktiv. Thomas Dorschner wird sich um die Arbeitsgruppe Natur- und Kulturlandschaft kümmern. Auch Heinz Schmedthans ist im Team. Das nächste Treffen findet am Dienstag, 15. April, ab 19 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus statt. Wer mitmachen möchte, ist herzlich eingeladen. Ein Beispiel am amtierenden Siegerdorf Bohlsen wollen sich die Böddenstedter aber nicht nehmen. „Sich etwas aus Bohlsen abzugucken, wäre der falsche Weg“, so der „Chefkoordinator“.

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