Samtgemeinde Suderburg stellt ihre ehrenamtlichen Seniorenbegleiter vor

Älteren Menschen das Dorfleben bewahren

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Die Gleichstellungsbeauftragte der Samtgemeinde Suderburg Cornelia Voigts (links) mit den Seniorenbegleitern Edith Feder, ??? vom Seniorenservicebüro Uelzen, Olaf Koehl, Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz, Luise Claren und Klemens Stehr.

Suderburg. Was tun, wenn im Alter die Beine nicht mehr wollen, Gedächtnis und Sehkraft nachlassen oder andere Einschränkungen ein selbstbestimmtes und selbständiges Wohnen erschweren oder gar unmöglich machen?

Die Folge ist häufig ein vorschneller Umzug in ein Alten- und Pflegeheim, denn nicht immer ist es den Angehörigen möglich, die Betreuung zu übernehmen.

Auf dem Dorf sind diese Probleme noch zusätzlich verschärft, denn in der Regel sind die Wege zur nächsten Einkaufsmöglichkeit oder zum Arztbesuch räumlich weiter entfernt als in der Stadt und die Angehörigen meistens nicht vor Ort.

Abhilfe schafft der neue Seniorenbegleitservice der Samtgemeinde Suderburg, der jetzt von Samtgemeindebürgermeister Friedhelm Schulz der Öffentlichkeit in einer kleinen Feierstunde vorgestellt wurde. „Handicaps im Alter sollen nicht dazu führen, dass ältere Menschen dem Dorfleben verloren gehen“, erläutert Friedhelm Schulz. „die Hilfe der ehrenamtlichen Seniorenbegleiter soll einen Beitrag dazu leisten, dass diese Menschen so lange wie möglich in ihrer vertrauten Umgebung weiter leben können“.

Meistens sind es die kleinen Dinge des Alltags, bei denen es hakt, an dieser Stelle setzen die Aufgaben eines Seniorenbegleiters an, zum Beispiel: Unterstützung im Haushalt, gemeinsames Einkaufen, Begleitung bei Arztbesuchen und Behördengängen, Spaziergänge, Vorlesen oder einfach nur zuhören.

War man in der Samtgemeinde Suderburg anfangs noch skeptisch, ob sich das in Uelzen bereits erfolgreich laufende Modell auch auf das Dorf übertragen lässt, gehören diese Gedanken mittlerweile der Vergangenheit an. Auf Anstoß und Mithilfe des Seniorenservicebüros Uelzen fällt nun der Startschuss für die ersten sechs ehrenamtlichen Seniorenbegleiter, die im Vorfeld teilweise in einem Qualifizierungslehrgang auf ihre neue Aufgabe vorbereitet wurden. Maßgeblich an der Einrichtung beteiligt war die Suderburger Gleichstellungsbeauftragte Cornelia Voigts, die auch eine verlässliche, wöchentlich stattfindende Sprechstunde im Suderburger Rathaus plant, bei der Senioren und Angehörige kostenlose Beratung zu drängenden Fragen finden.

In einer Sache sind sich die frischgebackenen Seniorenbegleiter/innen, Edith Feder, Klemens Stehr, Luise Claren, Ortrud Kaiser, Olaf Koehl und Ilse Schrader einig: Die Dankbarkeit und Freude, die von den älteren Menschen zurückkommt, rechtfertigt auf jeden Fall den damit verbundenen Aufwand. So sind die Seniorenbegleitungen übrigens keine Konkurrenz zu den professionellen Pflegediensten, sondern eine willkommene Ergänzung, denn letztere können nur die Versorgung bereitstellen, für eine persönliche Betreuung fehlt die Zeit.

Wer bereit ist, ein wenig Zeit zu verschenken und sich zudem gerne mit Menschen beschäftigt, hat die Möglichkeit, die neuen Kurse im Seniorenservicebüro Uelzen zu besuchen, die im April beginnen. Zuvor gibt es noch eine Informationsveranstaltung zur Seniorenunterstützung am 20. März um 15 Uhr im Rathaus Uelzen.

Von Oliver Huchthausen

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