Die Wochenrevue von Jörn Nolting

Strukturdiskussion noch nicht beendet

Landkreis. Die neuen Räte sind nun konstituiert. Mit der Samtgemeinde Suderburg war am Donnerstagabend nun auch die letzte große Kommune an der Reihe. Jetzt fehlt nur noch der Gemeinderat Stoetze am Montag, dann sind alle politischen Gremien komplett.

Im Blickpunkt standen vor allem die beiden Samtgemeinden, die sich strukturell nicht verändert haben. Beide warten übrigens auf eine Entschuldungshilfe aus dem Zukunftsvertrag. Rosche und Suderburg haben den Anschluss verpasst heißt es da oft und die nächsten fünf Jahre werden zeigen, ob sie mit ihrer aktuellen Struktur zukunftsfähig aufgestellt sind. Zumindest während der Ratssitzungen klang Optimismus durch – und das ist wichtig. Viel wichtiger jedoch ist der innere Zusammenhalt. Da gibt es Graben kämpfe zwischen Suhlendorf und Rosche oder zwischen Eimke, Gerdau und Suderburg. Gerade in einer solchen schweren Zeit, in der über Zusammenlegung ganzer Landkreise geredet wird, müssen die kleinen Kommunen unter dem Schirm der Samtgemeinde zusammenrücken und mit einer Stimme sprechen. Denn immer wieder wird es seitens des Landes Niedersachsen Bestrebungen geben, Kommunen zusammenzulegen. Und was liegt näher, als zerstrittene Gemeinden zu trennen und der nächstgrößeren Einheit zuzuordnen? Gerdau und Eimke zu Ebstorf-Bevensen, Suderburg zur Stadt Uelzen oder der Samtgemeinde Aue. Suhlendorf ebenfalls zur Samtgemeinde Aue und die übrigen Gemeinden zu Ebstorf-Bevensen.

Es war auf den konstituierenden Sitzungen oft zu hören, dass die Samtgemeinden auf die Entschuldungshilfe hoffen. Aber selbst, wenn es Geld aus Hannover gibt, wird die Diskussion um neue Strukuren nicht beendet sein.

joern.nolting@cbeckers.de

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