70 Tiere beim Wettkrähen in Bad Bevensen / Züchter Joachim Becker aus Böddenstedt auf Platz eins

Zwerghahn mit „großer Klappe“

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Unter Beobachtung: Schiedsrichter und Besucher der Traditionsveranstaltung zählten die Kräher der 70 Hähne.

Bad Bevensen. Sage und schreibe 159 Mal hat einer der von Joachim Becker aus Böddenstedt mitgebrachten Zwerghähne deutlich vernehmbar, durchdringend, eher hell, jedoch markant am Pfingstsonntag zwischen 9. 45 und 10. 45 Uhr gekräht.

„Ja, die Kleinen haben die größte Klappe“, kommentierte Hans-Jürgen Drögemüller, Erster Vorsitzender des Geflügelvereins Bevensen, bei der Siegerehrung das stimmliche Potenzial des Tieres. Drögemüller gratulierte dem Züchter und überreichte ihm den Pokal. Erst seit drei Jahren ist der Böddenstedter Joachim Becker aktiver Geflügelzüchter und freute sich über den Erfolg. Sein Hahn schlug die krähfreudige Konkurrenz deutlich: Der Zwerghahn auf Platz zwei (von Friedrich Steinfeld aus Bad Bevensen) kam auf 114 Kräher in der Zeit und die 78 markierenden Terrainrufe des Weydottenhahns von Harald Obitz aus Linden rangierte auf Platz drei.

Das Hähnewettkrähen am Pfingstsonntag in Bad Bevensen gehört traditionell zum Tag in der Kurstadt dazu, wie die beiden großen Birken mit frischem Mailaub bei den Pfingstgottesdiensten in der Dreikönigskirche oder die Pfingsttour der Landjugend Bevensen. „Seit 1970 machen wir das schon“, berichtete Hans-Jürgen Drögemüller. „Angefangen haben wir damals da hinten bei Pfuhl“, meinte der Vorsitzende und deutete Richtung Diana-Klinik. „Am damaligen Schützenhaus ging es los, dann hinten im Kurpark unter der Pergola und jetzt sind wir hier am Neptunbrunnen, parallel zur Landartmeile.“

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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